Die "Frosthilfe 2017" läuft jetzt an

Antragstellung ab 11. September beim Landratsamt möglich

Auch im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sind aufgrund des Frosteinbruchs in den Nächten zwischen dem 19. und 21. April gravierende Schäden im Obst- und Weinbau zu verzeichnen. Bereits im Mai hatte die Landesregierung beschlossen, die geschädigten landwirtschaftlichen Betriebe mit einem finanziellen Hilfsprogramm "Frosthilfe 2017" zu unterstützen. Die entsprechende Verwaltungsvorschrift trat nun am
1. September in Kraft.

Demnach können landwirtschaftliche Unternehmen in Baden-Württemberg sowohl als Hauptwerwerb- als auch als Nebenerwerbsbetrieb die Frosthilfe beantragen. Es müssen dafür unmittelbare, durch das Forstereignis bedingte Ertragsausfälle an landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen inklusive dem Obst- und Weinbau vorliegen. Die Beihilfe kann allerdings nur gewährt werden, wenn eine Mindestschadensschwelle von dreißig Prozent der normalen Naturalerzeugung des Unternehmens überschritten wird. Das Erreichen dieser Mindestschadensschwelle wird auf Basis der betroffenen Produktionsfaktoren, zum Beispiel Kirschen oder Äpfel, im Vergleich zu dem vorangegangenen Drei- beziehungsweise Fünfjahreszeitraum ermittelt. Antragsteller müssen den Ertragsausfall durch eine geeignete Dokumentation und entsprechende Unterlagen belegen. Die Landesregierung strebt an, den Betroffenen bis zu fünfzig Prozent des Gesamtschadens über einen Zuschuss auszugleichen. Hierbei sind allerdings Mindest- und Maximalbeträge für die Beihilfen festgelegt.

Betroffene Landwirte können beim Fachbereich Landwirtschaft des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald ab dem 11. September bis zum 30. Oktober 2017 einen Antrag auf Frosthilfe stellen. Dabei sind der Antrag sowie die dazugehörigen Datenblätter zur Ermittlung des Gesamtaschadens fristgerecht, vollständig ausgefüllt und unterschrieben einzureichen. Ausstehende Belege wie zum Beispiel Abrechnungen können bis zum
15. Dezember 2017 nachgereicht werden.

Antragsunterlagen und Ausfüllhinweise zur "Frosthilfe 2017"

Weitere Informationen:
Fachbereich Landwirtschaft
Telefon: 0761 2187-9580
E-Mail: landwirtschaft@lkbh.de

(Erstellt am 07. September 2017)