Frostbeihilfe 2017 - Antragstellung voraussichtlich ab September beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald möglich

Der Frosteinbruch in den Nächten zwischen dem 19. und 21. April  hat auch im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald den Wein- und Obstbau schwer getroffen. Das Land hat daraufhin am 2. Mai das Frostereignis als Naturkatastrophe eingestuft. Dadurch hat es die Voraussetzungen für eine finanzielle Hilfe im Rahmen der Frostbeihilfe mittels einer nationalen Rahmenrichtlinie des Bundes geschaffen. Die notwendige Rechtsgrundlage für die Umsetzung der Frostbeihilfe 2017 befindet sich aktuell in der Abstimmung der zuständigen Ressorts. Erste Eckpunkte sind aber bereits bekannt.

Demnach sind Unternehmen der Primärproduktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit Sitz in Baden-Württemberg Zuwendungsempfänger der Frostbeihilfe. Die Mindestschadensschwelle beträgt 30 Prozent der durchschnittlichen Jahreserzeugung (Naturalertrag) auf Basis der einzelnen Produktionsverfahren zum Beispiel bei Wein, Äpfel oder Kirschen.

Die durchschnittliche Jahreserzeugung wird voraussichtlich anhand des Durchschnitts der letzten drei Jahre beziehungsweise der letzten fünf Jahre ermittelt. Dabei wird sowohl das schlechteste als auch das beste Jahr heraus gerechnet. Die Zuschusshöhe beträgt maximal 50 Prozent. Der Mindestauszahlungsbetrag von 3.000 Euro sowie der Zuwendungshöchstbetrag von 50.000 Euro, bei Härtefällen maximal 150.000 Euro, sind einzuhalten.

Betroffene Landwirte können vorrausichtlich ab September bis Ende Oktober beim Fachbereich Landwirtschaft des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald einen entsprechenden Antrag stellen.
 
Für weitere Informationen:
Fachbereich Landwirtschaft
Telefon: 0761 2187-9580
E-Mail: landwirtschaft@lkbh.de