Förderprogramme des Landkreises

Im Rahmen seiner Freiwilligkeitsleistungen fördert der Landkreis die Landwirtschaft seit vielen Jahren mit den zwei landkreiseigenen Förderprogrammen "Landschaftspflegegeld" und "Fonds für überbetriebliche landwirtschaftliche Zusammenschlüsse und Aktionen".

Landschaftspflegegeld

Mit einem jährlichen Landschaftspflegegeld werden die Leistungen der rund 1.000 bäuerlichen Betriebe und der Weidegemeinschaften in den von der Topographie und dem Klima benachteiligten Gebieten honoriert. Hierfür stellen der Landkreis und die 30 mitfinanzierenden Gemeinden 560.000 Euro pro Jahr bereit.

Das Fördergebiet entspricht der Gebietskulisse der Ausgleichszulage für die benachteiligten Gebiete in Baden-Württemberg (AZL). Einen Antrag können landwirtschaftliche Betriebe und Weidegemeinschaften stellen, die mindestens 1 Hektar Grünland im Fördergebiet bewirtschaften.

Das Verfahren richtet sich nach den De-minimis-Vorschriften der Europäischen Union für öffentliche Beihilfen im Agrarbereich. Nach diesen Vorschriften gilt für die Empfänger aktuell eine Höchstgrenze von 15.000 Euro für die in den letzten drei Jahren erhaltenen De-minimis-Beihilfen.

Alle erforderlichen Angaben und zu beachtenden Bestimmungen ergeben sich aus den Antragsunterlagen, die das Landratsamt immer im Frühjahr verschickt.

Fonds für überbetriebliche landwirtschaftliche Zusammenschlüsse und Aktionen

"Hilfe zur Selbsthilfe" bietet der Landkreis mit seinem Fonds für überbetriebliche landwirtschaftliche Zusammenschlüsse und Aktionen. Überbetriebliche landwirtschaftliche Kooperationen, unabhängig von ihrer Rechtsform, Vereine, Verbände und Organisationen des ländlichen Raums können daraus kleinere Projektzuschüsse erhalten.

Die Fördertatbestände sind nicht abschließend geregelt, ausdrücklich genannt sind:

  • Verbesserung der landwirtschaftlichen Erwerbsbedingungen
  • Landschaftspflege und Biotopschutz
  • Wasser-, Boden- und Emissionsschutz
  • Energieeinsparung
  • Erhaltung seltener Nutztierarten oder Kulturen
  • landwirtschaftlich verträglicher Tourismus
  • Sicherung der ländlichen Lebens- und Siedlungsformen

Anträge können formlos gestellt werden.

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Ihre Ansprechpartnerin

Nadine Schätzle
Telefon 0761 2187-5311
Fax 0761 2187-775311
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