Appell auf risikobehaftete Freizeitaktivitäten zu verzichten

Jedes Unfallopfer, das auf eine Intensivstation gebracht werden muss, nimmt Coronapatienten einen Platz weg

Angesichts des bevorstehenden Wochenendes und der in Kürze folgenden Osterfeiertage appellieren die Gesundheitsbehörden eindringlich auf gefahrenbehaftete Freizeitaktivitäten zu verzichten. Motorradfahrer, Mountainbiker oder Betreiber anderer Risikosportarten nehmen Coronapatienten dringend benötigte Plätze weg, sollten sie nach einem schweren Unfall auf eine Intensivstation verlegt werden müssen.

Landrätin Dorothea Störr-Ritter unterstreicht: „Auch wenn Sport an der frischen Luft alleine oder zu zweit derzeit erlaubt bleibt und beispielsweise eine dringend notwendige Fahrt mit einem Motorrad aufgrund der geltenden Corona-Verordnungen nicht verboten ist, sollten wir alle Verantwortung übernehmen und von solchen Freizeitaktivitäten absehen“. Zwar seien die Intensivkapazitäten in den Krankenhäusern und Kliniken der Region in den vergangenen Tagen erheblich aufgestockt worden. Das lasse aber nicht den Schluss zu, dass diese auf jeden Fall ausreichen. „Es muss ohnehin derzeit das Interesse eines jeden Einzelnen von uns sein, nicht einen Krankenhausaufenthalt zu riskieren“, appelliert die Landrätin.