Führungszeugnisse und Schutzauftrag in der Jugendarbeit

Umsetzung des Schutzauftrages in der Kinder- und Jugendhilfe

Kinder und Jugendliche haben das Recht gesund aufzuwachsen. Dazu gehört auch der Schutz vor Misshandlung, Gewalt und (sexuellem) Missbrauch. Um dieses Recht der Kinder und Jugendlichen zu stärken, wurden vom Gesetzgeber in den §§ 8a und 72a Sozialgesetzbuch SGB VIII Regelungen festgelegt, um den Kinderschutz zu erhöhen.

Die im Kinder- und Jugendhilferecht (SGB VIII) verankerten Angebote der Kinder- und Jugendarbeit dienen dazu, Kinder und Jugendliche beim Erwachsenwerden zu begleiten, Ansprechpartner zu sein bei Fragen oder Problemen der Kinder und Jugendlichen.
Doch nicht nur Angebote im Rahmen hauptamtlicher Kinder- und Jugendarbeit bieten wichtige Entwicklungsmöglichkeiten, sondern gerade auch Vereine und Verbände aus Kinder- und Jugendarbeit und Sport tragen als zentrale Orte für außerschulische Bildung und Freizeitgestaltung eine hohe gesellschaftliche Mit-Verantwortung für das gesunde Aufwachsen und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
 
Um den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten sieht der Gesetzgeber vor, dass hauptamtliche Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und für bestimmte Tätigkeiten müssen auch ehren- und nebenamtlich tätige Personen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.
 
Das Jugendamt hat im Kinderschutz eine Gesamtverantwortung und ist gesetzlich verpflichtet entsprechende Vereinbarungen zum Kinderschutz mit den Organisationen und Dienste in der Jugendhilfe abzuschließen, um auszuschließen, dass einschlägig vorbestrafte Personen in dem Verein/Verband mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Vereinbarungen zur Umsetzung des Schutzauftrages und die Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses in der Kinder- und Jugendhilfe sind wichtige Aspekte für den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Vereinen und Verbänden.

Ein weiteres wichtiges Instrument zum Schutze von Kindern und Jugendlichen im jeweiligen Verein/Verband ist ein Präventions- und Schutzkonzept. Der Fachbereich Jugendamt des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald bietet bei Bedarf Seminare zur Erstellung und Umsetzung eines Schutzkonzeptes an.
   


Unterlagen zum Thema

Ausgewählte Anlagen für die Umsetzung