Der Landschaftserhaltungsverband Breisgau-Hochschwarzwald hat seine Arbeit im Jahr 2012 aufgenommen. Der als Verein organisierte Zweckverband hat sich zum Ziel gesetzt, die einzigartige Natur und Landschaft im Landkreis zu fördern und zu entwickeln.

Im Blickpunkt

Unsere Exkursionen für 2018 sind veröffentlicht. Freundliche Grüße, Ihr LEV
Bild 1: Die Bergeidechse kann selbst auf dem Kandel leben, denn sie legt keine Eier, sondern ist lebendgebärend. Bild 2: Hummel auf Blüte des Teufelsabbiß. Bild 3: Die Arnika ist Charakterpflanze der Hochlagen und Magerweiden am Kandel. Fotos: Reinhold Treiber Der Landschaftserhaltungsverband Breisgau-Hochschwarzwald (LEV) fördert seltene Tier- und Pflanzenarten und unterstützt die Landschaftspflege im gesamten Landkreis. In den 43 Mitgliedsgemeinden wird viel für die Erhaltung der Landschaft bewegt und dabei werden Lebensräume gepflegt, landwirtschaftlich schwierig zu bewirtschaftende Flächen finanziell gefördert und Maßnahmen zur Böschungspflege zusammen mit den Gemeinden umgesetzt. Rund 130 Maßnahmen werden jährlich von den Mitarbeitern des LEV betreut mit einem finanziellen Fördervolumen von rund 600 000 Euro. mehr...
Bei Britzingen wurde eine Naturbesonderheit entdeckt, die besondere Aufmerksamkeit erforderte: Im letzten Jahr setzte sich Armin Imgraben, Ortsvorsteher von Dattingen mit dem LEV in Verbindung. Die besonders geschützte Türkenbundlilie kommt hier in Gebüschen vor. Die stattliche Pflanze mit großen violetten Blüten verströmt besonders abends und auch nachts einen schweren, süßen Duft, von dem Nachtfalter zur Bestäubung angelockt werden. Die alte Kulturlandschaft in der kalkreichen Vorbergszone des Markgräflerlandes bietet vielen besonderen und seltenen Pflanzen ein Refugium, so auch dieser schönen Lilie. „Für die Pflanzen in Britzingen war zu Beginn der Maßnahme kaum noch Licht, sie zeigten an vielen Stellen nur noch wenige Blüten und wurden durch Gebüsche stark beschattet“, stellte Reinhold Treiber, Geschäftsführer des LEV fest. mehr...

  

Der Landschaftserhaltungsverband im Überblick

Der Verband

Die Entwicklung von Natur und Landschaft im Konsens aller Beteiligten ist eine zentrale Aufgabe unseres Landschaftserhaltungsverbandes (LEV). Der Vorstand setzt sich zu gleichen Teilen aus Vertretern von Politik, Landwirtschaft und Naturschutz zusammen. Unser als gemeinnützig eingetragener Verein ist landkreisweit organisiert und hat keine behördlichen Befugnisse. Regelmäßige Treffen bei Mitgliederversammlungen, Fachbeirats- und Vorstandssitzungen fördern das Miteinander und das gemeinsame Eintreten für eine reichhaltige Natur und Landschaft.
 
Die Mitglieder (Gemeinden und Vereine)
Der LEV Breisgau-Hochschwarzwald wird aktuell von 52 Mitgliedern getragen, darunter 43 Gemeinden, der Landkreis, der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV), die Maschinenringe Breisgau, Markgräfler Land und Schwarzwald-Baar, der Landesnaturschutzverband (LNV), die Naturfreunde Baden, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Schwarzwaldverein und der Landesfischereiverband Baden.

Der Vorstand
Der LEV-Vorstand besteht zu gleichen Teilen aus Vertretern der Kommunen, der Landwirtschaft und des Naturschutzes. Die Vorsitzende unseres Vorstandes ist Landrätin Dorothea Störr-Ritter. Weiterhin sind zwei Bürgermeister, sowie je drei Vertreter der Landwirtschafts- und Naturschutzverbände und -behörden Mitglieder des Vorstandes.
 
Mitglieder des Fachbeirates
Der LEV wird zweimal jährlich durch den Fachbeirat beraten. Dieser besteht aus 15 Mitgliedern, die verschiedenen Behörden, Verbänden, dem Naturpark, den Naturschutzbeauftragten und den Kommunen angehören.
 
Spendenkonto
Sie möchten unsere Arbeit finanziell unterstützen? Wir freuen uns sehr über Ihre Spende, die wir in die Umsetzung von Landschaftspflegeprojekten investieren werden. Gerne stellen wir Ihnen eine Spendenquittung aus.

Unsere Bankverbindung:

Landschaftserhaltungsverband Breisgau-Hochschwarzwald e.V.
IBAN DE27 6805 2328 0001 1908 18

BIC SOLA DE S1 STF


Projekte

Unser Verband engagiert sich in einer Vielzahl von Projekten im und für den ganzen Landkreis:
 
Maßnahmen nach der Landschaftspflegerichtlinie
Der LEV hat im Jahr 2014 über 110 Anträge und Aufträge mit einem Fördervolumen von über 400.000 Euro umgesetzt. Dazu gehören zum Beispiel Offenhaltungsmaßnahmen auf Weideflächen im Schwarzwald, Böschungspflege im Kaiserstuhl, Heckenpflege, Neuanlagen und Pflege von Trockenmauern und die Pflege von geschützten Biotopflächen. Wir unterstützen außerdem die Vorbereitung von Landschaftspflegeverträgen.
In unserem Wegweiser zur Antragstellung (51 KB) erfahren Sie, wie Sie von uns unterstützt werden können.
 
Umsetzung von Managementplänen für NATURA-2000-Gebiete
Wir setzen Managementpläne von FFH-Gebieten im Landkreis um. Wir tragen dazu bei, gute Lösungen und konkrete Maßnahmen auf den Weg zu bringen.
 
PLENUM-Projekt „Vielfalt statt Reblaus“
Wir unterstützen die Projektträgerin Naturgarten Kaiserstuhl GmbH bei der Pflege von Rebböschungen. Das Projekt wird so zunächst fachlich von uns begleitet, die Flächen gehen später in unsere Dauerbetreuung über.
 
Weidepfähle für den Schwarzwald
Der Breisgau hilft dem Hochschwarzwald. Kurzlebige Weidepfähle aus Fichte und Tanne im Hochschwarzwald werden durch Landschaftspflegeholz (Robinie) aus der Oberrheinebene ersetzt. Interessierte Landwirte können gerne Kontakt mit uns aufnehmen.
 
Projekte der Stiftung Naturschutzfonds BW
Wir unterstützen das Landratsamt bei der Realisierung von Projekten der Stiftung Naturschutzfonds. So kommen die verfügbaren Gelder wieder direkt dem Naturschutz im Landkreis zugute.


Mitarbeit, Praktikum und Fördermitgliedschaft

Bürgerschaftliches Engagement

Bürgerinnen und Bürger, Landwirte, Gemeinden und Naturschützer können sich gerne bei uns melden, wenn es darum geht, etwas für die Naturvielfalt vor der Haustüre zu tun.
 
Kennen Sie Flächen mit wichtigen Lebensräumen, auf denen etwas getan werden sollte?
Sind Sie Landwirt und brauchen Beratung bei der Pflege von bestimmten Flächen, die landschaftlich und für den Naturhaushalt von Bedeutung sind?
Haben Sie als Gemeinde Fragen zur Pflege und Offenhaltung von Flächen?
Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf.
 
Wir suchen auch Hinweise zu besonderen Vorkommen von Arten, z.B. bestimmten Pflanzen, Amphibien, Eidechsen, Schlangen, Vögeln, Libellen oder Heuschrecken-Arten. Wenn Sie hier etwas entdeckt haben, können Sie uns dies gerne mitteilen!

Praktikum beim LEV​

Wir bieten das gesamte Jahr über Praktika an. Es steht allerdings nur ein Praktikumsplatz zur selben Zeit zur Verfügung. Ziel eines Praktikums beim LEV ist das Kennenlernen und Mitarbeiten bei der Vorbereitung und Organisation von Landschaftspflegearbeiten im Landkreis, sowie die Ausarbeitung eines eigenen Projektes mit praktischer Fragestellung. Die Mindestdauer beträgt i.d.R. fünf Wochen, das Praktikum wird bezahlt.

Interessierte wenden sich bitte mit Motivationsschreiben, kurzem Lebenslauf, Foto und unter Angabe des möglichen Zeitraumes per Mail an die Geschäftsstelle. Wir werden versuchen, allen geeigneten Interessierten ein Praktikum zu ermöglichen.

Fördermitgliedschaft

Durch Ihre Fördermitgliedschaft unterstützen Sie dauerhaft und nachhaltig sinnvolle Projekte, unsere Arbeit als Geschäftsstelle und somit das wertvolle Engagement aller Mitwirkenden. Bei öffentlichen Veranstaltungen, Exkursionen und Mitgliederversammlungen können sie sich über die Projekte informieren und werden dazu von der Geschäftsstelle eingeladen.
Unser als gemeinnützig eingetragener Verein ist landkreisweit organisiert. Ihr Förderbeitrag kann somit auch steuerlich geltend gemacht werden.
Der Mindestbeitrag der Fördermitgliedschaft beträgt im Jahr 50,00 Euro.

Abschlussarbeiten​

Seit 2013 bieten wir auch Themen für Abschlussarbeiten (B.Sc. und M.Sc.) an. Bisher haben wir dazu mit den Fachbereichen Geobotanik (Biologie) und Landschaftspflege (Forstwissenschaft) der Freiburger Universität zusammengearbeitet. Die Themen orientieren sich an Fragestellungen aus der Landschaftspflege- und Naturschutzpraxis in der Region und können gemeinsam entwickelt werden. Interessierte können sich jederzeit bei der Geschäftsstelle melden. Bisherige Themen von Abschlussarbeiten waren:

  • Einfluss des Mulchens auf Vegetation und Artenvielfalt von Lössböschungen im Kaiserstuhl
  • Böschungen auf historischen Trockenrasen des Kaiserstuhls: Bedeutung der Geschichtlichkeit von Biotopen
  • Wiederherstellung von artenreichem Grünland: Vegetationsdynamik von gebietsheimisch begrünten Dämmen und Vergleich mit den Spenderflächen

  

Gefördert durch: