Dritter Platz für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald beim Bundeswettbewerb „Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention“

Preisverleihung in Berlin durch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe

Die Vertreterinnen und Vertreter des Arbeitskreises Prävention bei der Preisverleihung ein Berlin: (von links) Heidrun M. Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit, Frank Stratz, Christoph Keim, Claudia Brotzer, Klaus Limberger, Eva-Maria Münzer, Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Monika Kücking, Abteilungsleiterin Gesundheit GKV-Spitzenverband​

Der Arbeitskreis Prävention im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hat beim Bundeswettbewerb "Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention" in der Kategorie Landkreise den dritten Platz erreicht. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat mit dem Preis das Gesamtkonzept „passt! – Prävention im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung erfolgte am Mittwoch, 22. Juni, durch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in Berlin. Das Preisgeld für den dritten Platz ist mit 4.000 Euro dotiert.

An der Zeremonie haben für den Arbeitskreis Sozialdezernentin Eva-Maria Münzer, Claudia Brotzer und Christoph Keim vom Landratsamt als Geschäftsführung des Arbeitskreises und Klaus Limberger, Leitung Fachstelle Sucht, Baden-Württembergischer Landesverband für Prävention und Rehabilitation gGmbH (bwlv), und Frank Stratz vom Polizeipräsidium Freiburg, Abteilung Prävention, teilgenommen.
 
In der Begründung für die Auszeichnung wird betont, dass sich der Landkreis besonders des in vielen Kommunen bestehenden Problems angenommen hat, dass viele verschiedene Präventionsmaßnahmen unkoordiniert nebeneinander bestehen und es so zu Doppelstrukturen kommt. Mit dem „Arbeitskreis Prävention“ und dem gemeinsamen Handlungskonzept „passt!“ als Dach sei eine Struktur für nachhaltige und wirkungsvolle Prävention geschaffen worden, und zwar mit ausdrücklicher Rückendeckung der Kreisspitze. Kooperation und Vernetzung würden vorbildlich gelebt.
 
Der Wettbewerbsbeitrag habe insgesamt Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Suchtpräventionsmaßnahmen in den Mittelpunkt gerückt und auf diesem Feld mehrere innovative Ideen präsentiert. Insbesondere die „passt!“-Checkliste“, mithilfe derer Projekte auf ihre Wirksamkeit überprüft werden, und das Gütesiegel für bei dieser Überprüfung erfolgreiche Projekte. Auf diese Weise konnte ein umfassendes Qualitätsmanagement etabliert werden, von dem nicht zuletzt das Projekt selbst profitiert, das mit dem Gütesiegel für sich werben kann. Auch die Idee, alle präventiven und lebenskompetenzfördernden Angebote im Kreis in Form einer Datenbank inklusive Suchfunktion ins Internet zu stellen, ist eine innovative Idee, die es den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis erleichtert, das passende Angebot zu finden. Schließlich greifen die „passt!-Fachgespräche“ mit „Digitalen Medien“, „Onlinesucht“, „Sucht im Alter“ neue Themen der Präventionsarbeit auf und ermöglichen einen fachlichen Austausch der Akteure und die Entwicklung neuer Aufgabenfelder und Maßnahmen.
 
Den Gemeinden im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald stehen das passt!-Präventionskonzept sowie Informationen und Unterstützung durch Fachleute zur Verfügung.
 

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