Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald nimmt am European Energy Award teil

Julia Deutsch, Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Erster Landesbeamter Martin Barth, Lutz Dierks (von links)

Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hat heute mit der Auftaktsitzung offiziell die Teilnahme am European Energy Award (eea) gestartet. Dazu kamen die Dezernentinnen und Dezernenten des Landkreises, die Mitglieder des Energieteams und eea®-Beraterin Julia Deutsch von der Energieagentur Regio Freiburg im Landratsamt zusammen.

Zum offiziellen Start des European Energy Award im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald trafen sich heute im Großen Sitzungssaal des Landratsamts die Dezernentinnen und Dezernenten und die Mitglieder des neu gegründeten Energieteams. Landrätin Dorothea Störr-Ritter betrachtet die Teilnahme am eea als große Chance für den Landkreis. „Mit dem eea können wir besser einschätzen, in welchen Bereichen des Klimaschutzes der Landkreis gut aufgestellt ist und wo noch Handlungsbedarf besteht.“ Ziel dieses Verfahrens sei es, Schwachstellen im Umgang mit Energie aufzuspüren und mit den geeigneten Maßnahmen zu beseitigen.
 
Zu Beginn des Prozesses wird von der Energieagentur Regio Freiburg, die den Landkreis beim eea betreut, eine Ist-Analyse erstellt. Dazu erfasst eea-Beraterin Julia Deutsch gemeinsam mit dem Energieteam die derzeitigen Aktivitäten beim Klimaschutz. Zu den untersuchten Themenbereichen gehören dabei Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation. Der große Vorteil beim eea ist die Verankerung des Klimaschutzes in der Verwaltung. „Beim eea werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landkreisverwaltung mit einbezogen. Es wird nicht nur Papier produziert, sondern das Thema Klimaschutz wird Teil der täglichen Arbeit in allen Abteilungen“, so Deutsch. Mit Hilfe des eea erfasst der Landkreis systematisch alle Energieaktivitäten und kann diese bewerten und kontinuierlich überprüfen. Das Energieteam besteht aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus verschiedenen Abteilungen. Diese können sich dadurch besser vernetzen und wichtige Synergien herstellen. Klimaschutz wird dadurch zur Querschnittsaufgabe, die sich auf alle Verwaltungsabteilungen wie z.B. Gebäudemanagement, Regional- und Bauleitplanung, Umwelt, Abfall, Mobilitäts- und Verkehrsplanung, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit erstreckt.
 
Das Energieteam erarbeitet im Laufe des eea-Prozesses, der in der Regel drei Jahre dauert, einen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung des Klimaschutzes im Landkreis. Am Ende hofft der Landkreis auf eine Zertifizierung mit dem begehrten Award.
 
Die Teilnahme des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald am European Energy Award® wird über die Förderung nach dem Förderprogramm Klimaschutz-Plus des Umweltministeriums Baden-Württemberg mit insgesamt 10.000 Euro Zuwendung gefördert.
 

European Energy Award®​

Der European Energy Award® (eea) ist ein Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren, mit dem die Klimaschutzaktivitäten einer Kommune oder eines Landkreises erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft werden. Im Zentrum des eea-Prozesses steht der Maßnahmenkatalog, der die Aktivitäten in sechs zentralen kommunalen Bereichen erfasst: Entwicklungsplanung und Raumordnung; Kommunale Gebäude und Anlagen; Versorgung und Entsorgung; Mobilität; Interne Organisation; Kommunikation und Kooperation.

Eine Kommune / ein Landkreis wird dann mit dem European Energy Award® ausgezeichnet, wenn sie 50 Prozent der maximalen Punktausbeute erreicht. Beim Erreichen von 75 Prozent wird der eea in Gold verliehen. 

Momentan nehmen in Deutschland 271 Städte und Gemeinden und 42 Landkreise mit über 25 Millionen Einwohnern am eea teil.

Ansprechpartner im Landratsamt ist Lutz Dierks vom Fachbereich Struktur- und Wirtschaftsförderung, Telefon 0761 2187-5300, E-Mail lutz.dierks@lkbh.de.