Zweckverband Breitband: Spatenstich für neue Leerrohre in Vogtsburg

Netzerweiterung Strom und Backbone für schnelles Internet

Von links: Ortsvorsteher Michael Kunzelmann, Michael Sterner (Netze BW), Bürgermeister Benjamin Bohn, Alexander Schmid (Geschäftsführer Zweckverband Breitband), Daniel Kalt (EnBW).

Auf Gemarkung der Stadt Vogtsburg im Kaiserstuhl wurde am 22.06.2018 ein gemeinschaftliches Projekt mit Zukunftscharakter initiiert. Der Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald legt Leerrohre für sein Glasfaser-Backbone bei einem Vorhaben der Netze BW zwischen Achkarren und Bickensohl zur Stromverkabelung mit. Für den Zweckverband ist es die erste geförderte Mitverlegung eines Backbone-Abschnitts seit dessen Gründung. Als Projektbeteiligte profitieren sowohl die EnBW-Tochter Netze BW wie auch der Zweckverband von der Vorgehensweise. Es werden Zeit und Ressourcen geschont, da nur einmal gegraben werden muss. Das Land Baden-Württemberg unterstützt den Aufbau des Landkreis-Backbones im Rahmen der Mitverlegung mit Fördermitteln in Höhe von 59.700 Euro.

„Eine gelungene Umsetzung mit Vorbildcharakter für ein wichtiges Thema. In Flächengemeinden und dem ländlichen Raum ist der Ausbau von schnellem Internet ein maßgebendes Ziel. Durch Kooperationen wie zwischen der EnBW und dem Zweckverband können hierfür Synergien genutzt werden.“ lobte Bürgermeister Benjamin Bohn die erfolgreiche Zusammenarbeit.
Mit der Verlegung der Stromleitung erhöht die Netze BW die Versorgungssicherheit in Vogtsburg. Der Zweckverband nutzt die Gelegenheit, um vorbereitende Infrastruktur für Glasfaser aufzubauen und kann im Netz von Vogtsburg einen Lückenschluss zwischen zwei Stadtteilen vornehmen. Die durchgeführte Gemeinschaftsarbeit zwischen der EnBW-Tochter Netze BW und dem Zweckverband ist für alle Beteiligten ein Erfolg.
 
Der schnelle und bedarfsgerechte Ausbau mit schnellem Internet ist im Landkreis ein wichtiges Ziel. Mitverlegungen bieten vielfach die Chance, vorbereitende Glasfaserinfrastruktur aufzubauen. Die wirtschaftliche Durchführbarkeit muss dabei gegeben sein und ist vom Einzelfall abhängig.
 
Nach Vorgaben von EU, Bund und Land kann der Zweckverband nur bei einer bestehenden Internetversorgung unterhalb eines Schwellenwertes von derzeit 30 Mbit/s tätig werden. Gleichzeitig besteht kein rechtlicher Anspruch auf einen (schnellen) Internetanschluss, so dass der Zweckverband hier in die Versorgungslücke einspringt und bedarfsgerecht den Ausbau anstrebt.
 
Der Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald umfasst 40 Städte und Gemeinden sowie den Landkreis als Mitglieder. Verbunden werden die Gemeinden mit einem überörtlichen Backbone, das zur Anbindung und Versorgung der Ortsnetze dient. Für das Backbone investiert dabei der Landkreis, die Gemeinden investieren für das jeweilige Ortsnetz. Für seine Mitglieder setzt der Zweckverband den kommunalen Ausbau um. Die Geschäftstätigkeit hat der Zweckverband 2018 aufgenommen.