Vertragsunterzeichnung für eine Weinreben-Photovoltaikanlage am Blankenhornsberg in Ihringen

Dr. Bettina Frank-Renz, Institutsleitung WBI: „Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung für die Viti-PV-Anlage legen wir einen wichtigen Baustein für die Zukunft.“

Von links: Christoph Vollmer, Geschäftsführer Intech, Nadja Kummer, Vermögen und Bau BW, Dr. Bettina Frank-Renz, Institutsleitung Staatliches Weinbauinstitut Freiburg und Benedikt Eckerle, Bürgermeister Gemeinde Ihringen


Am 1. Februar 2023 trafen sich am Blankenhornsberg in Ihringen Vertreter von Presse und Ämtern zur feierlichen Unterzeichnung von Pacht- und Duldungsverträgen für die Viti-Photovoltaik-Anlage (Vitis = lateinisch für Weinreben) am Blankenhornsberg in Ihringen. Anwesend dafür waren der erste Landesbeamte Dr. Martin Barth für das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Bürgermeister Benedikt Eckerle für die Gemeinde Ihringen, Nadja Kummer für "Vermögen und Bau  BW", Christoph und Hansjörg Vollmer von der Firma Intech und Dr. Bettina Frank-Renz vom Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg. Weiterhin war Robin Derdau von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Emmendingen mbH vor Ort, der das vom Land Baden-Württemberg ausgezeichnete RegioWIN Leuchtturm-Projekt „Weinbau 4.0“ koordiniert. Mithilfe von neuen Technologien soll es in der Region innovative Impulse für den Weinbau geben.

Auf 0,2 Hektar Rebflächen des Staatsweinguts Freiburgs sollen bald mit 1.400 m² Modulfläche eine Photovoltaik Leistung von 200 Kilowatt-Peak erreicht werden. Der erzeugte Strom soll lokal verbraucht werden und die vom Weinbau geprägte Gemeinde Ihringen hat in Aussicht gestellt den Strom abzunehmen.
 
„Die hier am Blankenhornsberg entstehende Agri-Photovoltaik-Forschungsanlage über Reben, eine sogenannte Viti-PV, wurde mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Emmendingen und der Firma Intech im Rahmen des RegioWIN Leuchtturm-Projekt „Weinbau 4.0“ geplant und steht nun kurz vor der Errichtung, die voraussichtlich im April stattfinden soll“, so Frank-Renz. Die Errichtung von Agri-Photovoltaikanlagen über Weinreben wird als zielführend angesehen, um die Weinwirtschaft nachhaltig und zukunftsweisend zu stärken. Die doppelte Nutzung der Fläche steigert die Flächennutzungseffizienz und vermindert die Flächenkonkurrenz Problematik. Weiterhin hilft die mehrseitige Ertragssituation aus PV-Strom und Trauben die Einkommenssituation der Winzer zukünftig zu verbessern und zu stabilisieren.
 
„Mein Dank gilt auch dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Mittels einer Finanzierungszusage zur angewandten Forschung ist das Weinbauinstitut in der Lage die Begleitforschung im Rahmen von umfassenden pflanzenbaulichen Untersuchungen zum Einfluss der APV auf die Weinrebenkultur in dem Leuchtturmprojekt zu übernehmen, so Bettina Frank-Renz weiter.