Indische Virusvariante im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald angekommen​

Die indische Coronavariante hat sich in den vergangenen Tagen auch im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald verbreitet. Nach aktuellem Erkenntnisstand haben sich in kurzer Zeit mehrere Familien und Einzelpersonen infiziert, momentan liegen im Landkreis zehn und in der Stadt Freiburg zwei Nachweise über die Variante des Typs B.1617.2 vor.

Über 30 Personen konnten bisher diesem Geschehen zugeordnet werden, allerdings steht bei der Mehrheit die Differenzierung des Virustyps noch aus. Aufgrund der Infektionskettennachverfolgung ist jedoch bei allen Kontakten vom Vorliegen der gleichen Variante auszugehen.
 

Der Eintrag in den Landkreis erfolgte offenbar durch eine im Landkreis wohnhafte Person, die sich in Süddeutschland infiziert hatte. Betroffen ist derzeit vor allem der Hochschwarzwald. Das Geschehen hat sich inzwischen auch über die Grenzen des Landkreises hinaus ausgebreitet.
 
Die indische Coronavariante B.1.617 wurde zuerst im indischen Bundesstaat Maharashtra nachgewiesen. Seit Ende April ist die Mutation auch im Südwesten festgestellt worden. Die indische Variante wird von der Weltgesundheitsorganisation mittlerweile als besorgniserregend eingestuft.
 
Ersten Erkenntnissen zufolge ist sie ansteckender als andere Varianten des Coronavirus. Deshalb bleibt es angesichts der momentanen Öffnungsschritte wichtig, die bekannten Regeln – Kontaktreduktion, mindestens 1,5 Meter Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Masken tragen und lüften – konsequent einzuhalten, um die Verbreitung der Virusvarianten zu verlangsamen, bis genügend Menschen geimpft sind.