Bürgerinformation zur geplanten Bauschuttdeponie Weinstetten

Lage der geplanten Bauschuttdeponie

Die Abfallwirtschaft Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (ALB) plant die Errichtung einer neuen Bauschuttdeponie zur Ablagerung nicht verwertbarer mineralischer Abfälle. Als Standort für die geplante Baureststoff-Deponie ist das Grundstück Weinstetten 1, 79427 Eschbach vorgesehen.

Für den Planung, Bau und die spätere Rekultivierung ist die ALB (Abfallwirtschaft Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) zuständig. Das Vorhaben befindet sich in der Phase der Vorplanung.

Im Rahmen eines "Scoping-Termins" wird das Vorhaben  der Genehmigungsbehörde (Regierungspräsidium Freiburg) vorgestellt. Neben Fachleuten aus den Behörden werden Vertreter der betroffenen Gemeinden sowie von anerkannten Umweltverbänden anwesend sein.

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Planung sowie zum Bau und Betrieb der Anlage sowie einen Ansprechpartner für Ihre Fragen.

Informationen zur Planung, Einrichtung und Betrieb

Ausgangslage und Ablauf

Die ALB ist als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger (örE) des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald nach § 11 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) dazu verpflichtet, u.a. nicht verwertbare mineralische Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen. Da derartige Abfälle weder einer Bauschuttaufbereitungsanlage noch einer Müllverbrennungsanlage sinnvollerweise zugeführt werden können, sind diese auf einer Deponie geordnet abzulagern. Bau, Betrieb und anschließende Rekultivierung einer solchen Deponie sind in der Deponieverordnung (DepV) bundesweit einheitlich geregelt.

Vor Beginn der ersten Planungsschritte hatte die ALB im Jahr 2017 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, welche die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit des Gesamtvorhabens als sehr wahrscheinlich eingestuft hat. Daraufhin hat der Betriebsausschuss der ALB (BA ALB) in seiner Sitzung am 27.06.2017 die Verwaltung der ALB mit der Entwicklung der Deponie und der Ausschreibung der Ingenieurleistungen beauftragt.
Derzeit befindet sich dich ALB in der Phase der Vorplanung, in welcher die Deponie grob skizziert und das grundlegende Planungskonzept erarbeitet wird. Weiterhin wurden, neben der Vergabe der Ingenieurleistungen, Gutachten zum Thema Naturschutz und Hydrogeologie vergeben. Weitere Gutachten beispielsweise zu den Themen Lärm, Staub und Verkehr werden noch zu beauftragen sein.

Der nächste konkrete Planungsschritt ist der sogenannte Scoping Termin. Bei diesem Termin wird festgelegt, in welcher Art und welchem Umfang die ALB die Unterlagen der erforderlichen Umweltverträglichkeitsprüfung zu erstellen hat. Zu diesem Termin lädt das Regierungspräsidium Freiburg als zuständige Genehmigungsbehörde neben der ALB als Vorhabenträger die beteiligten Fachbehörden, die betroffenen Gemeinden sowie anerkannte Umweltverbände ein. Der Termin dient dazu, im Vorfeld der eigentlichen Umweltverträglichkeitsprüfung, den Untersuchungsrahmen so abzustimmen, dass alle relevanten Daten und Ausführungen im abschließenden Bericht enthalten sein werden.
Im Anschluss daran wird die ALB mit der Entwurfs- und Genehmigungsplanung beginnen, die schlussendlich in einen Genehmigungsantrag münden wird. Zum Bau und Betrieb einer solchen Deponie ist ein Planfeststellungsbeschluss erforderlich, der – sofern alle Anforderungen erfüllt sind - durch das Regierungspräsidium Freiburg zu erteilt wird.

Aktuelle Planungsschritte ​

Der Prozess befindet sich noch im Stadium der Planerstellung. Dabei müssen vielfältige Gutachten und Untersuchungen unter anderem in den Bereichen Luft, Verkehr und Umweltverträglichkeit durchgeführt werden. Konkrete Informationen für die Öffentlichkeit werden gegeben, sobald die ersten Ergebnisse dazu vorliegen.

Lage der Deponie

Die geplante Deponie befindet sich südlich des Hartheimer Ortsteils Bremgarten auf dem Flurstück 5922.

Die Adresse lautet: Weinstetten 1, 79427 Eschbach.

Die Anfahrt zur Deponie erfolgt über die Landesstraße L 134, der Autobahnanschluss 64 b Hartheim/Heitersheim liegt nur gut 1 km entfernt.

Daten zur Deponie (Stand Vorplanungsphase)

Es ist geplant die Deponie in zwei Deponiebereiche aufzuteilen. Der wesentlich größere Teil der gesamten Deponie würde als Bauschuttdeponie (Deponieklasse I, gemäß DepV) ausgebildet werden, ein wesentlich kleinerer Randbereich würde als Erdaushubdeponie ausgebildet werden (Deponieklasse „-0,5“, d.h. Deponieklasse 0 mit reduzierten Anforderungen).

Das Einzugsgebiet dieser Deponie soll auf das Gebiet des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald und die Stadt Freiburg begrenzt werden.

Deponieklasse 1-Bereich

  • Grundfläche von ca. 7 Hektar (70.000 m²) mit einem Verfüllvolumen von rund 1 Million Kubikmetern.
  • Maximale Deponiehöhe bei ca. 250 müNN (ca. 38 m über Umgebungsniveau)
  • Prognostizierte Annahmemenge ca. 30.000 Kubikmeter im Jahr
  • Deponielaufzeit ca. 33 Jahre
  • Die Zuordnungswerte (=maximal zulässige „Schadstoffwerte“) für diesen Bereich sind in der Deponieverordnung geregelt. Die Werte für eine Bauschuttdeponie finden sich dort im Anhang 3, Tabelle 2, Spalte 6 (DK I). Typische Abfälle sind u.a.: Gips-, Putz-, Mörtelreste, Zwischenbodenschlacken oder leicht verunreinigte Baureststoffe aus Gewerbeabbrüchen.

Deponieklasse -0,5-Bereich

  • Grundfläche von ca. 2 Hektar mit einem Verfüllvolumen von rund 100.000 Kubikmetern
  • Maximale Deponiehöhe bei ca. 243 müNN (ca. 31 Meter über Umgebungsniveau)
  • Prognostizierte Annahmemenge ca. 20.000 – 30.000 Kubikmeter
  • Laufzeit von ca. 7- 11 Jahren (Darin eingerechnet ist noch ein Volumen von ca. 120.000 m³ zur Restverfüllung der vorhandenen Kiesgrube).
  • Annahme von unbelastetem Erdaushub und ggf. in der Region durch den ehem. Bergbau vorbelasteter Erdaushub aus dem sogenannten „Schwemmfächer“ (z.B. Aushub von Baugruben aus dem Hausbau).

Dokumentation

Projektbeteiligte

Antragsteller und Deponieverantwortlicher:
Abfallwirtschaft Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (ALB)
Stadtstraße 2
79104 Freiburg

Planungsbüro:
AU Consult (AUC)
Provinostraße 52
86153 Augsburg
www.au-consult.de

Grundstückseigentümer:
Knobel Verwaltungsgesellschaft (KVG) mbH
Freiburger Straße 33
792528 Hartheim
www.knobel-bau.de

Bauausführung und Betriebsführung vor Ort (geplant):
Weinstetter Entsorgungsgesellschaft (WEG) mbH
Weinstetten 1
79427 Eschbach
www.weg-eschbach.de
 
Genehmigungsbehörde:
Regierungspräsidium Freiburg
Referat 54.2 (Industrie und Kommunen – Schwerpunkt Abfall)
Schwendistraße 12
79102 Freiburg
www.rp.baden-wuerttemberg.de

    

Ihr Ansprechpartner

Sven Kunz
Technischer Leiter der Abfallwirtschaft Breisgau-Hochschwarzwald (ALB)
Telefon 0761 2187-8850
Büroadresse: Bismarckallee 7a, Freiburg
Postadresse: Stadtstraße 2, 79104 Freiburg