Gut Holz in Südbaden​: Markgräfler Wertholzsubmission 2021 der Holzverkaufsstelle des Landkreises

Traubeneiche aus dem Stadtwald Müllheim erzielte den höchsten Verkaufspreis ​

Große Eichenstämme liegen für den Verkauf auf einer Waldlichtung.
Mächtige Stämme erzielten stolze Preise.

Tradition hat ihren Preis: Ein Gesamtumsatz von insgesamt rund 537.000 Euro stand am Ende der bereits zum 56. Mal durchgeführten Markgräfler Wertholzsubmission zu Buche. Federführend durch die Holzverkaufsstelle des Landkreises Breisgau- Hochschwarzwald im Forstbezirk Staufen waren Werthölzer aus Kommunal- und Privatwäldern der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach, dem Stadtwald Freiburg sowie aus dem Staatswald der Forstbezirke Hochrhein und mittleres Rheintal angeboten. In der Summe kamen 974 Festmeter (Kubikmeter) aus den Wäldern der Vorbergzone des Schwarzwaldes und des Rheintals zum Verkauf. Das diesjährige Holzangebot stellte damit einen neuen Mengenrekord dar.

Der teuerste Stamm, die sogenannte „Braut“, war eine Traubeneiche aus dem Stadtwald Müllheim, die mit einem Volumen von 3,44 Festmetern einen Verkaufspreis von 4.658 Euro erzielte. Die Preise tendierten insgesamt mit einem Durchschnittserlös von 666 Euro über alle Baumarten hinweg und 672 Euro bei der Eiche nur unwesentlich unter den Ergebnissen der letzten fünf Jahre. Damit hat sich in diesem Jahr der Trend zu stetig steigenden Verkaufserlösen bei der Eiche nicht fortgesetzt, allerdings weisen die Erlöse in Verbindung mit der guten Mengennachfrage auf eine nach wie vor sehr stabile Struktur auf dem Eichenmarkt hin.
 
Diese Submission ist mit ihrer schon über ein halbes Jahrhundert andauernden Tradition ein eindrückliches Beispiel für die forstliche Nachhaltigkeit. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Eichenwälder in den teilnehmenden kommunalen und staatlichen Forstbetrieben ermöglicht aber auch für die kommenden Jahrzehnte eine stetige Belieferung mit Werthölzern.
 
Wie in den Vorjahren setzte sich der Trend zu zunehmenden Eichenanteilen fort. Von der Gesamtmenge entfielen 95 Prozent auf die Baumart Eiche, die Restmenge auf Nussbäume, Eschen, Kirschen, Roteichen und Ahorn. Auf die Stämme aus dem Kommunal- und Privatwäldern gaben 24 Kunden aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Österreich und Luxemburg Gebote ab. Knapp 60 Prozent der Verkaufsmenge lässt sich Kunden der Furnierindustrie und dem Holzhandel, 30 Prozent Sägewerken und gut 10 Prozent Fassherstellern zuordnen.
 
Durch die Submission ist sichergestellt, dass alle Stämme einer optimalen, langlebigen Verwendung zugeführt werden können. Damit ist eine optimale Wertschöpfung für Kunden und Waldbesitzende gewährleistet. Gleichzeitig wird auch das im Holz gebundene CO2 in langlebigen Produkten über lange Zeiträume gespeichert.

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(Erstellt am 05. Februar 2021)