Bergbauunternehmen K+S saniert Kalihalde in Buggingen

Vereinbarung zwischen dem Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald und dem Unternehmen unterzeichnet

Das Bergbauunternehmen K+S wird die Kalihalde in Buggingen zur Verhinderung weiterer Salzeinträge in das Grundwasser mit einer vollständigen Abdeckung sanieren. Darauf haben sich das Unternehmen und das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald als zuständiger Bodenschutzbehörde, in einer Vereinbarung geeinigt.Als Rechtsnachfolgerin der Bergwerksbetreiber war K+S zur Vorlage eines Sanierungsplanes herangezogen worden. K+S hat in engem fachlichen Austausch mit den Behörden nicht nur das geforderte Sanierungskonzept erarbeitet, sondern sich nach Verhandlungen mit dem Landratsamt darüber hinaus auch bereit erklärt, es umzusetzen. Dazu wird die Halde vollständig abgedeckt, so dass Niederschläge kein Salz mehr aus dem Haldenkörper lösen können.

„Die jetzige Unterzeichnung der Vereinbarung ist ein großer Fortschritt für den Grundwasserschutz“, unterstreicht Frau Landrätin Dorothea Störr-Ritter. Die umzusetzende Planung wird unter Beteiligung der Betroffenen vom Landratsamt im nächsten Schritt abschließend geprüft und genehmigt. „Es wird also noch ein bisschen Zeit vergehen, bis die Bagger rollen. Dass aber bereits während der stets konstruktiven Verhandlungen an der weiteren Planung gearbeitet wurde, ist ein klares Bekenntnis von K+S, die Sache zügig umzusetzen“, so der Erste Landesbeamte Martin Barth weiter.

„K+S übernimmt mit der Vereinbarung freiwillig die Verantwortung für die Folgen des mehr als 50 Jahre dauernden Abbaubetriebs“, so Gereon Jochmaring, der bei K+S für die Betreuung der Altstandorte zuständig ist. Das Unternehmen trägt dabei die Kosten für die Sanierung. „Nach der Sanierung wird nur noch ein grüner Hügel zu sehen sein“, skizziert er das Ende der Sanierung. „Wichtiger aber ist die nicht sichtbare Entlastung des Grundwassers, die jetzt in greifbare Nähe gerückt ist. Und es gibt noch einen weiteren positiven Effekt: Mit der Abdeckung und Begrünung der alten Halde schaffen wir neue Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten, leisten also einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt.“

K+S hat mit den detaillierten Planungen und Untersuchungen zur Umsetzung bereits begonnen. Liegen die erforderlichen Genehmigungen vor, kann mit der Ausführung der Arbeiten begonnen werden. Die Öffentlichkeit wird rechtzeitig über die Details informiert.

Hintergrund

Zwischen 1922 bis zur Stilllegung des Werks am 30.04.1973 wurden in Buggingen bergmännisch über drei Schächte aus einer Tiefe von ca. 800 m flächenhaft Kalisalze abgebaut. Die bei der Produktion anfallenden salzhaltigen Reststoffe wurden über Tage auf einer Halde des Betriebsgeländes abgelagert und blieben nach Auflösung und Nachnutzung des Betriebsgeländes am Rande des heutigen Gewerbegebiets von Buggingen als markanter Hügel zurück. Die Halde bedeckt eine Fläche von drei Hektar und hat eine Höhe von 40 Metern.  

(Erstellt am 09. Dezember 2020)