Landkreis unterstützt grenzüberschreitendes Ausbildungsprojekt "Azubi-BacPro"

Von rechts: Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Patricia Essner, Oliver Rein und Theresia Denzer- Urschel (Bild: Agentur für Arbeit Freiburg)

Bei einem Treffen in Breisach unterzeichneten Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Patricia Essner (Schulleiterin des beruflichen Gymnasiums Martin Schongauer in Colmar), Oliver Rein (Bürgermeister der Stadt Breisach am Rhein) und Theresia Denzer- Urschel (stellvertretende Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Freiburg) eine Partnerschaftsvereinbarung zum Ausbau des Projektes "Azubi-BacPro". Schüler des Lycée Martin Schongauer in Colmar, die bereits den betrieblichen Teil in ihrer Ausbildung in einem Unternehmen in Breisach absolviert haben, nahmen an dem Termin teil. Das Ausbildungsprojekt bietet französischen Berufsschülern die Möglichkeit, den betrieblichen Teil ihrer Ausbildung in einem deutschen Unternehmen zu absolvieren und damit eine Zusatzqualifikation und einen besseren Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erhalten.

Aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland sei die grenzüberschreitende Berufsausbildung von hoher Bedeutung. In Frankreich suchten junge Menschen nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, auf der deutschen Seite suche man nach Auszubildenden und Arbeitskräften lautete die Kernaussage der Vertragspartner.
Die französischen Azubis berichteten über ihre Erfahrungen: man erhalte in den deutschen Betrieben nicht nur eine fachlich gute Ausbildung, sondern man lerne die Kultur und vor allem die Sprache eines anderen Landes kennen, das öffne für die berufliche Zukunft gute Perspektiven.

Hintergrund
Im Modellprojekt Azubi-BacPro setzen sich seit Beginn des Schuljahres 2014/2015 berufliche Schulen in einzelnen gewerblichen, kaufmännischen und hauswirtschaftlichen Berufen in Baden-Württemberg und im Elsass das Ziel, Fachinhalte im Partnerverbund teilweise gemeinsam zu unterrichten. Weitere Schwerpunkte des Projekts sind ein berufsbezogener Fremdsprachenunterricht sowie ein Praktikum während der Ausbildung im jeweils anderen Land. Neu ist die Entwicklung eines Lehrplans in „interkultureller Kompetenz”, der von einem deutsch-französischen Lehrerteam erarbeitet wird. Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen dieser Zusatzqualifikation erhalten ein Zertifikat, das sie für das Berufsleben in besonderer Weise auszeichnet.
Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg, www.baden-wuerttemberg.de

(Erstellt am 14. Oktober 2016)