Erhöhte Vorsicht bei der Aufarbeitung von Sturmholz nach dem Sturmtief Sabine

Hochschwarzwald vom Sturm Sabine besonders betroffen

Waldbesitzer sollten bei der Aufarbeitung von Sturmholz nachdem Sturm Sabine besondere Vorsicht und Besonnenheit walten lassen. Dazu appelliert die Forstbehörde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit Nachdruck. Besonders in der Anfangszeit der Sturmholzaufarbeitung passierten oft viele Arbeitsunfälle.

Oft lägen mehrere Stämme verkeilt übereinander, teilweise mit umgedrückten Wurzeltellern, teilweiße mit stark zersplittertem Holz und fast immer mit unkalkulierbaren Spannungen im Stamm. Um das Gefahrenpotential zu verringern, sollte wo immer möglich in Verbindung mit einer Forstmaschine gearbeitet werden. Dadurch könne ein unter Spannung stehender Stamm fixiert und sicher abgesägt werden. Auch warnt die Forstbehörde davor, allein zu Waldarbeit zu gehen. Es sollte mindestens zu zweit gearbeitet werden, damit eine geschlossene Rettungskette gegeben ist. Prinzipiell gelte, dass die Sturmholzaufarbeitung unbedingt geschultem Fachpersonal überlassen werden sollte.
 
Gerne beraten die örtlichen Revierförsterinnen und Revierförster der Forstverwaltung die Privatwaldbesitzer bei einem sicheren Vorgehen bei der Sturmholzaufarbeitung.
 
Der Sturm Sabine hatte den Hochschwarzwald schwer getroffen. Landesweit sind dort mit die stärksten Sturmschäden zu verzeichnen. Nach vorläufigen Schätzungen ist allein im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit einer Sturmschadensmenge von über 200.000 Festmetern zu rechnen.

(Erstellt am 25. Februar 2020)