Kreisimpfzentrum in Müllheim schließt am 30. September endgültig seine Pforten

Landrätin Störr-Ritter dankt allen Beteiligten für die erfolgreich geleistete Arbeit

Offene Zweittermine für Impfungen erfolgen künftig über niedergelassene Arztpraxen

Wie alle Kreisimpfzentren in Baden-Württemberg stellt auch das Kreisimpfzentrum in Müllheim am Ende des Monats September seinen Betrieb ein. Landrätin Dorothea Störr-Ritter zieht gemeinsam mit den Organisatoren und den Kräften vor Ort ein positives Fazit. "Mein Dank geht an alle Beteiligten, die auf ihre in Müllheim geleistete Arbeit stolz sein können. Die Corona Schutzimpfung stellt ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der Pandemie dar. Durch die Impfzentren und die niedergelassenen Ärzte haben im Landkreis über 165.000 Menschen eine vollständige Corona Schutzimpfung erhalten, was einer Vollimmunisierung von 62,5 Prozent der Bevölkerung entspricht", so die Landrätin. Allein im Kreisimpfzentrum in Müllheim sind seit Januar 2021 fast 74.000 Corona Schutzimpfungen durchgeführt worden.

Der Fachbereich Brand- & Katastrophenschutz unter Leitung von Kreisbrandmeister Alexander Widmaier hatte das Kreisimpfzentrum innerhalb kürzester Zeit an den Start gebracht, nachdem das Ministerium für Soziales und Integration Ende 2020 den Landkreisen diese Aufgabe übertragen hatte. Schnell war eine Immobilie im Gewerbegebiet Müllheim dafür gefunden. Für die Durchführung des Betriebes des Impfzentrums konnten die beiden DRK Kreisverbänden Müllheim und Freiburg als Partner gewonnen werden.
 
Über die DRK Kreisverbände waren insgesamt 320 Mitarbeitende für die Tätigkeit im Kreisimpfzentrum vertraglich beschäftigt. Insgesamt sind für den Betrieb des Impfzentrums 84.500 Arbeitsstunden für Aufbereitung von Impfstoff, Dokumentation oder Planung von Impfterminen geleistet worden. In der gesamten Zeit wurden im Impfzentrum rund 114.000 Tupfer, 104.000 Kanülen und 100.000 Spritzen verwendet. Die Medizinische Leitung lag bei den Leitenden Notärzten Matthias Roth und Idun Bräuner-Hensle.
 
Zudem hat ein mobiles Impfteam in insgesamt 50 ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, 24 Einrichtungen der Eingliederungshilfe, einem Dialysezentrum und acht Rehakliniken Impfungen durchgeführt. Ein gesondertes Impfangebot gab es im Rahmen der „soziale Impftage“ für Menschen in Flüchtlingsunterkünften von Gemeinden und des Landkreises. Insgesamt 5.440 Impfungen erhielt die Bevölkerung im Rahmen der kommunalen Impftagen in Titisee für die Region Hochschwarzwald, Ehrenkirchen für die Region Batzenberg und Breisach für die Region Kaiserstuhl.
 
Das Mobile Impfteam war auch in insgesamt zwölf Landkreisgemeinden mit Unterstützung der Gemeinden und Feuerwehren bei Impfaktionen im Einsatz. Aktuell unterstützt das mobile Impfteam des Kreisimpfzentrums die niedergelassenen Ärzte bei der Durchführung der Auffrischimpfung in den stationären Pflegeeinrichtungen im Landkreis. Die Impfteams legten für die Durchführung der Impfaktionen insgesamt eine Fahrtstrecke von rund 17.000 Kilometer im Landkreis zurück.

(Erstellt am 29. September 2021)