Präventionsstrategie "Communities That Care" trägt im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Früchte

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Die kommunale Präventionsstrategie „Communities That Care“ trägt im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Früchte. Dies zeigte sich im Rahmen einer Online-Konferenz mit fast 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Politik, Kommunen, Schulen und weiteren Akteuren aus dem Bereich der Prävention. Hierbei stellte das Jugendamt des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald die Ergebnisse einer umfassenden Online-Befragung von mehr als 1.500 Schülerinnen und Schülern aus 13 Schulen im Alter von 12-17 Jahren vor. Die Umfrage zeigt, was Kinder und Jugendliche im Landkreis stärkt und welchen Belastungen sie ausgesetzt sind. Auf diese Weise werden die sogenannten Schutz- und Risikofaktoren analysiert und sichtbar gemacht. Die Ergebnisse dienen mit ergänzenden Sekundärdaten als Grundlage für Handlungsempfehlungen.

Ein Resultat ist, dass familiärer Zusammenhalt eine wichtige Rolle beim gesunden Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen im Landkreis spielt. Ein Risikofaktor stellt die Zustimmung ihrer jeweiligen Freunde zu antisozialem Verhalten und Drogenkonsum dar. Darüber hinaus gibt es aber noch zahlreiche weitere positive Aspekte. Bürgermeister Tobias Link aus Löffingen, einer der „Communities That Care“-Modellkommunen im Landkreis, unterstrich: „Schon alleine, dass Schülerinnen und Schüler bei der Umfrage mitgemacht haben, hat zur Sensibilisierung beigetragen. Stadtverwaltung und Gemeinderat stehen hinter dem Projekt. Es ist ein Mehr an Miteinander entstanden“.
 
Frederik Groeger-Roth als Experte in der Umsetzung von Communities That Care vom Niedersächsischen Präventionsrat ergänzte: „Es benötigt klare Ziele, die mess- und überprüfbar sind. Nicht alle Programme sind wirksam, deshalb braucht es eine positive Liste mit Programmen, von denen wir wissen, dass sie funktionieren.“ Darauf finden sich eine Vielzahl von evaluierten und wirksamen Präventionsprogrammen. Weiterhin bietet das Jugendamt den Gemeinden und Schulen konkrete Unterstützung in Form von Präventionsprogrammen an.
 
Die AOK Baden-Württemberg fördert in den nächsten drei Jahren Präventionsprojekte in Zusammenhang mit „Communities That Care“ im Landkreis finanziell Fabian Singler, Gesundheitsmanager der AOK ist überzeugt, dass „präventives Handeln mit evaluierten Instrumenten die Grundlage für eine erfolgreiche Prävention ist. Communities That Care deckt sich hier mit der Strategie der AOK Baden-Württemberg, Prävention wirksam und zukunftsweisend weiter zu entwickeln.“

Communities that care - CTC

Die Präventionsstrategie „Communities That Care“ etabliert sich seit 2018 im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Die Auridis-Stiftung finanziert zur Unterstützung eine Koordinationsstelle im Landratsamt. Bislang beteiligen sich weiterführende Schulen aus Breisach, Ehrenkirchen, Ihringen, Kirchzarten, Löffingen, March, Müllheim und Stegen, Bei der nächsten Online-Befragung im Dezember 2021 werden Schülerinnen und Schüler aus Bad Krozingen, Gundelfingen, Hartheim, Neuenburg, Titisee-Neustadt und Umkirch erstmalig teilnehmen.
 
Weitere interessierte Kommunen, Personen und weiterführende Schulen aus dem Landkreis können sich direkt an die CTC-Koordinatorin des Landratsamtes wenden, telefonisch unter 0761 2187-2611 oder per E-Mail an claudia.brotzer@lkbh.de