Forst-Außenstellen des Landratsamtes in Titisee-Neustadt und Staufen bleiben erhalten

Neuorganisation sichert die forstliche Präsenz im Landkreis und im Ländlichen Raum insgesamt

Nach dem Beschluss des Landes, den Forst landesweit ab dem Jahr 2020 neu zu organisieren, müssen auch im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald die Forstbezirke neu zugeschnitten werden. Demnach bleiben neben dem Hauptsitz in Freiburg die Forst-Außenstellen des Landratsamtes in Titisee-Neustadt und Staufen erhalten. Bisher waren es vier Standorte im Landkreis: Eine Zentrale im Landratsamt in Freiburg, und drei Forstbezirke in Kirchzarten, Staufen und Titisee-Neustadt.

Weiterhin gut betreut: Wald im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

Landrätin Dorothea Störr-Ritter sieht mit der jetzigen Entscheidung die Interessenlage aller Waldbesitzer berücksichtigt und die Forstverwaltung im Landkreis stabil und leistungsfähig aufgestellt: "Mit Außenstellen im Hochschwarzwald und im Markgräflerland sind die unterschiedlichen Landschaftsräume gut abgebildet und unsere künftige Kreisforstverwaltung bleibt Wald- und Waldbesitzernah in der Fläche“. Im Hochschwarzwald liege der künftige Fokus entsprechend der Besitzstruktur beim Privatwald, in Staufen beim Kommunalwald. Und da im Hochschwarzwald auch künftig das größte Holzaufkommen zu erwarten ist, soll auch die Holzverkaufsstelle zusammen mit einem Kreis-Forstbezirk in Titisee-Neustadt bleiben „Im Ergebnis können wir damit für 77 Prozent der Waldfläche des Landkreises Hoheits- und Betreuungsleistungen im Sinne des bewährten Einheitsforstamts aus einer Hand anbieten“, so Störr-Ritter.

"Die Auswirkungen der Forstneuorganisation des Landes sind allerdings auch für den Landkreis nicht unerheblich" betont Martin Barth, Erster Landesbeamter, und als Dezernent im Landratsamt für den Forst zuständig. Rund 40 Prozent des Forstpersonals des Landkreises bewirtschafte den Staatswald und soll in die künftige Staatswald-Organisation des Landes wechseln. Die Standorte für die zukünftigen 21 eigenständigen Staatswaldbezirke seien seitens des Landes aber noch nicht festgelegt. Man hoffe jedoch, dass zumindest eine der künftigen Filialen des Staatsforstbetriebs innerhalb des Landkreises angesiedelt werde.

Nachdem das Land im Forst-Kartellverfahren vor dem Bundesgerichtshof obsiegt hat, bleibt die forstliche Beratung und Betreuung im Kommunal- und Privatwald weiterhin Aufgabe der unteren Forstbehörde im Landkreis. Als untere Forstbehörde wird das Landratsamt die forstliche Betriebsleitung für alle Kommunen wie bisher kostenfrei wahrnehmen. Für den forstlichen Revierdienst können Städte und Gemeinden gegen Kostenersatz auf Forstbeamtinnen und -beamte des Landkreises zurückgreifen. Die Forstreviere müssen aufgrund der Herauslösung des Staatswalds neu zugeschnitten werden. Dafür ist ein Konzept erarbeitet, das sich im Moment in der Endabstimmung befindet.