Gedenken zum Kriegsende und Europatag im Zeichen der Coronakrise

Signale für grenzüberschreitende Annäherungen

In Ihrer aktuellen Mitteilung zur Coronakrise stellt Landrätin Dorothea Störr-Ritter
die intensive grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Frankreich in den Mittelpunkt.


Die Coronakrise hat auch die grenzüberschreitenden Beziehungen zwischen dem Departement Haut-Rhin und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in den vergangenen Monaten in zahlreichen Bereichen beeinträchtigt. Deshalb nahm Landrätin Dorothea Störr-Ritter die bevorstehenden Gedenktage zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren und zum Europatag zum Anlass für einen intensiven telefonischen Austausch mit Präsidentin Brigitte Klinkert. Beide Seiten äußerten dabei den dringenden Wunsch, die gute Zusammenarbeit schnellstmöglich wiederaufzunehmen.

Mit Blick auf den Europatag am 9. Mai betonten beide Politikerinnen, dass es nun dringender Signale und Aktionen bedarf, um die negativen Auswirkungen des notwendigen Corona-Krisenmanagements auf beiden Seiten zu überwinden. Dabei gehe es insbesondere um die schrittweise und angemessene Öffnung der Grenzübergänge in der Region. Mit der Öffnung der Brücke Neuenburg-Chalampé ist dabei ein erster Schritt getan. Die Brücke Hartheim-Fessenheim als bislang eindrücklichstes Symbol des offenen Miteinanders sollte folgen.
 
"Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren es die französischen Nachbarn, an erster Stelle in Person des Bürgermeisters der Ville de Colmar, Joseph Rey, dem Großvater von Brigitte Klinkert, die den deutschen Nachbarn die Hand zur Versöhnung reichten. Damit begann die deutsch-französische Kooperation am Oberrhein, vermittelt beispielsweise durch die Bürgermeistertreffen in Breisach und Colmar ab 1956", erinnert Landrätin Dorothea Störr-Ritter an den Ausgangspunkt der Freundschaften über den Rhein hinweg.
 
In diesem Sinne müssten die Nachbarn auch heute nach den Erfahrungen der Coronakrise wieder aufeinander zugehen. Neben den dringend erforderlichen Lockerungen in den grenzüberschreitenden Alltagsbeziehungen wird der Landkreis mit dem Wiederbeleben der Kooperationsbeziehungen zum Haut-Rhin auf der Basis der neuen Kooperationsvereinbarung aus 2019 und mit Blick auf das große Projekt von Brigitte Klinkert, der Collectivité Européenne d’Alsace seinen Beitrag leisten.