Fördervolumen für Landschaftspflegemaßnahmen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald im vergangenen Jahr auf Rekordniveau

Enge Zusammenarbeit zwischen Naturschutzbehörde, Landwirtschaftsbehörde und Landschaftserhaltungsverband trägt Früchte

Das Fördervolumen von Landschaftspflegemaßnahmen hat im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald im vergangenen Jahr 2020 ein Rekordniveau von fast 2,5 Millionen Euro erreicht. Das bedeutet einen Anstieg der Mittel von rund 370 Prozent in den vergangenen zehn Jahren.
 
"Diese erfreuliche Entwicklung zeigt, dass Landschaftsschutz bei uns großgeschrieben wird. Der Landkreis erzielt mit den Fördermitteln von EU und Land einen vorbildhaften und nachhaltigen Gewinn für Natur und Menschen. Dies auch Dank der seit Jahren außerordentlich effektiven und engen Zusammenarbeit zwischen der Unteren Naturschutzbehörde und dem Landschaftserhaltungsverband sowie der engen Verzahnung und Abstimmung mit der Unteren Landwirtschaftsbehörde des Landratsamtes", betont Landrätin Dorothea Störr-Ritter.
 
Zahlreiche Landwirte, Landschaftspflegeunternehmen, Dienstleister, Privatpersonen und Gemeinden im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald erhalten aus der Landschaftspflegerichtlinie (LPR) jährlich eine Förderung für Maßnahmen in der Landschafts- und Biotoppflege sowie im Artenschutz. Diese Maßnahmen dienen insbesondere in Steillagen beziehungsweise auf schwer und meistens nur unwirtschaftlich zu bewirtschaftenden Flächen der auch für den Tourismus bedeutenden Offenhaltung der Landschaft, der Förderung der Biodiversität und der Erhaltung von Habitaten.
 

Ferner tragen viele dieser Maßnahmen zur Vernetzung von Lebensräumen und zum Verbund von Biotopstrukturen bei. Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald verfügt im Vergleich zu den anderen Landkreisen in Baden-Württemberg über die meisten Naturschutzflächen, so dass der Förderung der Umsetzung von Landschaftspflegemaßnahmen im Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald im Interesse der biologischen Vielfalt ein sehr hoher Stellenwert beigemessen wird.
 
Die für diese Aufgaben vom Land und der EU zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel werden von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald in enger Zusammenarbeit mit dem Landschaftserhaltungsverband Breisgau-Hochschwarzwald jährlich beantragt und bewirtschaftet.
 
Neben den klassischen LPR-Maßnahmen zur Extensivierung landwirtschaftlich genutzter Flächen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes werden von der Unteren Naturschutzbehörde und vom Landschaftserhaltungsverband auch Maßnahmen zur Biotoppflege beziehungsweise zur Biotopvernetzung beauftragt. Daneben erhalten Landwirte, Gemeinden, Flächeneigentümer und Naturschutzverbände auf Antrag Förderungen für Naturschutzzwecke wie zum Beispiel für Herdenschutzmaßnahmen zur Wolfsprävention, der Pflege von Rebböschungen oder die Erhaltung und Pflege von Naturdenkmalen.

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(Erstellt am 02. Februar 2021)