Gewalt

Gewaltprävention und soziales Miteinander

Gewalt fängt im Kleinen und im Alltag an. Gewalt gibt es sowohl in psychischer als auch in physischer Form. Mit der Gewalt und ihrem Erscheinungsbild gehen sowohl Opfer als auch Täterinnen und Täter einher. Was Gewalt ist, entscheidet das Opfer sowie gesetzliche Regelungen.

Soziale Kompetenzen sind notwendig, um andere Formen des sozialen Miteinanders und der Konfliktlösung zu finden, um so gewalttätiges Handeln zu vermeiden.

Wer Gewalt anwendet, hat gelernt, dass Gewaltanwendung ein Mittel zur Konfliktlösung sein kann. Die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) von Kindern und Jugendlichen zu fördern, Beziehungen aufzubauen und Beteiligung zu ermöglichen, ist Gewaltprävention.

In den letzten Jahren hat in Bezug auf Gewalt eine zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung stattgefunden. Sachliche thematische Veröffentlichungen in den Medien, aber auch emotionale Diskussionen, im Internet eingestellte Videos und Chats informieren die Bevölkerung und lassen sie an Gewalttaten „teilhaben“. Der Umfang der Information, wie auch die zeitliche Nähe zur Gewalttat wird befördert durch die Präsenz der Medien sowie durch den allgegenwärtigen Zugriff darauf.

Ziele und Handlungsempfehlungen

Mobbing und Cyber-Bullying

Das Thema Mobbing (= Schikanieren, engl. Mob = Pöbel) erfährt mittlerweile viel Aufmerksamkeit. Bullying (= Schikanieren, engl. Bully = Schlägertyp, Tyrann) ist das wiederkehrende systematische Viktimisieren (= zum Opfer machen) Schwächerer durch eine oder mehrere Personen mit verbalen, körperlichen oder relationalen Mitteln über einen längeren Zeitraum mit dem Ziel der sozialen Herabsetzung. Mobbing ist kein einmaliges Ereignis, kein Versehen und kein Konflikt zwischen Gleichstarken.

Qualität und Ausmaß des Mobbings hat sich durch die allgegenwärtige Nutzung des Internets und durch die Verfügbarkeit mobiler Geräte, die Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken, die damit verbundene nicht vorhandene persönliche Präsenz (Auge in Auge) und die sprachliche Verrohung gravierend verändert. Es dringt in private Bereiche ein, in denen vor der Zeit von Internet und Handy möglicherweise noch Schutzzonen vorzufinden waren.

Beim Cyber-Mobbing kann bereits eine einmalige Handlung (z.B. Hochladen von Filmen) gravierende Folgen haben. Durch die ständige Verfügbarkeit und den enormen Verbreitungsgrad digitaler Daten kann Cyber-Mobbing zu erheblichen Verletzungen führen.

Mobbing und Cyber-Mobbing findet vor allem in hierarchischen Strukturen wie z.B. Schule statt und äußert sich dort verstärkt in unkontrollierten Situationen und Räumen wie z.B. im Pausenhof und auf dem Schulweg.

Ziele und Handlungsempfehlungen finden Sie hier (14 KB).