Ausbau weißer Flecken in Ihringen: Tiefbau- und Glasfaserarbeiten fast abgeschlossen
Der kommunale Glasfaserausbau in Ihringen und Wasenweiler für die weißen Flecken durch den Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald befindet sich auf der Zielgeraden. Die Netzüberlassung für den Betrieb erfolgt nach Abschluss der Arbeiten. Nach momentanen Stand ist die Überlassung im Laufe des Jahres 2026 vorgesehen.
Baustart für das in den Ortsteilen Ihringen am Kaiserstuhl und Wasenweiler errichtete Zweckverbandsnetz im weißen Fleck war im April 2023. Inzwischen sind die Arbeiten weit fortgeschritten. Das Netz steht vor der Fertigstellung und kann nach Abschluss aller Arbeiten zum Betrieb übergeben werden.
Bauarbeiten in Wasenweiler sind abgeschlossen – Dokumentation läuftIn Wasenweiler sind die Tiefbau- und Glasfaserarbeiten abgeschlossen. Die umfangreiche Dokumentation als Voraussetzung für die Abnahme durch den Betreiber ist angelaufen. Eine Dokumentation dient dem Betreiber dazu, das Netz zu verstehen und bspw. nachvollziehen zu können, welche der vielen tausend im PoP ankommenden Fasern jene ist, die dezidiert eine bestimmte Adresse erreicht.Im Hauptort Ihringen sind die Arbeiten ebenfalls weit fortgeschritten. Rund 75 % der Tiefbauarbeiten und 90 % der vorgesehenen Hausanschlüsse sind baulich fertiggestellt. Die Glasfaserarbeiten laufen, rund 50 % stehen noch an. Der Abschluss der Arbeiten ist in Sicht. Nach erfolgter Dokumentation und Abnahme kann das Netz an den Betreiber übergeben werden.
Überlassung für den Netzbetrieb erfolgt voraussichtlich bereits 2026Die Überlassung des Zweckverbands-Netzes für den Betrieb an Vodafone ist aktuell bereits in Sicht: sie soll im Laufe des Jahres 2026 erfolgen. Im Anschluss an die Überlassung benötigt der Betreiber dann noch einige Monate, um das Netz in Betrieb zu nehmen und die Glasfaser-Hausanschlüsse in einem individuellen Anschaltungsprozess sukzessive zu aktivieren. Betreiber des Verbandsnetzes im weißen Fleck ist Vodafone GmbH, das Eigentum verbleibt beim Verband.
Anfänglich ist Geduld gefragt, mit technischem Hintergrund wird manches einfacher nachvollziehbar: Wann kann der Glasfaserhausanschluss genutzt werden?
Der Hausanschluss liegt, Glasfaser ist im Haus. Nun kann es doch losgehen … nur, wo bleibt das Licht, was dauert denn da, warum werde ich nicht informiert?
Kein Hausanschluss, unabhängig davon, wann er baulich fertiggestellt wurde und in welchem Ortsteil er liegt, kann vor der Inbetriebnahme des Netzes aktiviert werden. Ein Hausanschluss ist nur eines von vielen Elementen beim Glasfaserbau.
Wird ein Netz initial aufgebaut, werden Backbone, Verteilnetz und Hausanschlussbereich errichtet. Grundsätzlich gilt für den Glasfaserausbau zudem, dass abschnittsweise gebaut wird und die Abschnitte im Projektverlauf sukzessive durchverbunden werden. Im Tiefbau erfolgt dafür zunächst die Verlegung von Leerrohren, die zu einem durchgängigen Leerrohrnetz verbunden werden. In das Leerrohrnetz werden Glasfaserkabel eingebracht. In einem Kabel befinden sich teils mehrere hundert einzelne Fasern aus Glas, die dünner als ein menschliches Haar sind. Vom Hausanschluss über den Verteilerbereich werden die Fasern durch Spleißen verbunden. Im Glasfaserausbau kommen so viel tausend Glasfaserverbindungen zustande. Zentrale Verteiler im Netz sind die Point of Presence (PoP). Die PoP-Gebäude im Glasfasernetz sind das Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone. Hier laufen die Glasfaserkabel zusammen und die einzelnen Fasern werden für die Datenleitung ins weltweite Netz verbunden. Im Ausbau kann ein Hausanschluss daher schon relativ früh bestehen, während das weitere notwendige Netz sich noch längere Zeit danach in der Errichtung befindet.
Am Ende der Leitungsarbeiten sind die Fasern vom Hausanschluss bis zum PoP als durchgängige Leitung vorhanden. Sie münden im PoP, wo die Umsetzung der Signale auf das Backbone und darüber zurück auf das Ortsnetz erfolgt. Alle Bestandteile im Netz müssen dokumentiert werden. Nur mit der Dokumentation ist für den Betreiber nachvollziehbar, welche Verbindung im Point of Presence über welche Fasern bis zum Hausanschluss läuft. Mit der fertigen Dokumentation wird auch das Netz an den Betreiber überlassen. Durch den Betreiber kann das Netz mit den für den Ausbau im weißen Fleck geförderten Hausanschlüssen dann in Betrieb genommen werden. Wenn es so weit ist, nimmt der Betreiber für den individuellen Schalttermin mit den Kunden eigenständig Kontakt auf, die bereits einen Tarif abgeschlossen haben.

