Am 26. Mai: "Tag der Biotonne" für eine verbesserte Bioabfallqualität im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Abfallwirtschaft nimmt an Kampagne #WIRFUERBIO teil
Am 26. Mai ist Tag der Biotonne – ein guter Anlass für die Abfallwirtschaft, die Bürgerinnen und Bürger daran zu erinnern, wie wichtig eine hohe Bioabfallqualität ist. Nur so kann daraus wertvoller Kompost und nachhaltig erzeugte Energie werden. Diesen Grundsatz hat auch die Novelle der Bioabfallverordnung im vergangenen Jahr in den Fokus gerückt.
So dürfen seit dem 1. Mai 2025 in Deutschland nur noch maximal 3 % Fremdstoffe (wie Kunststoffe, Glas, Metall) im Bioabfall enthalten sein. Die zulässige Menge an Kunststoffen wurde sogar auf 1 % (in der Frischmasse) begrenzt.
Die jüngsten Änderungen der Verordnung sowie die neuen Richtlinien zeigen deutlich, dass es in mehreren Bereichen Nachholbedarf gibt und dass wir als Abfallwirtschaft jetzt entschlossen handeln müssen“ so der Betriebsleiter der ALB und erster Landesbeamter Dr. Martin Barth.
Bereits zu Jahresbeginn ist die ALB dem bundesweit agierenden Verein wirfuerbio e.V. beigetreten, einem Zusammenschluss von mehr als 80 kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieben. Die Mitgliedschaft im Verein erleichtert die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren sowie Abfallwirtschaften und stärkt den Austausch von Best-Practice-Lösungen.
Auf der eigenen Kampagnenseite für den Landkreis finden die Bürgerinnen und Bürger umfangreiche Informationen rund um das Thema Bioabfall.
Im Rahmen der Kampagne möchte die ALB noch mehr über die richtige Abfalltrennung und den Nutzen einer hohen Bioqualität informieren. „Durch verstärkte Kommunikation und praktische Hinweise wollen wir Fehlwürfe reduzieren und die Sammelqualität verbessern“ so der kaufmännische Leiter der ALB Karsten Schalich.
Flankierend zur Beratung werden in Abständen Bioabfallanalysen durchgeführt. Die gewonnenen Daten liefern belastbare Werte zur Qualität des gesammelten Materials und ermöglichen gezielte Optimierungen beispielweise durch Tonnenkontrollen. So kann die Qualität gezielt weiter gesteigert werden.
Insbesondere ist zu beachten, dass Plastiktüten nicht in die Biotonne gehören. Dies gilt ebenfalls für kompostierbare Biobeutel. „Kompostierbare Biomüllbeutel werden genauso wie Plastiktüten als Störstoff aussortiert, da sie sich in industriellen Vergärungsverfahren nicht ausreichend zersetzen und so die Kompostqualität beeinträchtigen würden“ so der Geschäftsführer der Bioabfallvergärungsanlage RETERRA in Freiburg Mathias Blockus.
Die ALB rät stattdessen Papiertüten oder Zeitungspapier zu nutzen. Dies kann auch zusammengeknüllt auf den Boden der Biotonne gegeben werden um Flüssigkeiten aufzusaugen.
