Grippe-Impfaktion im Gesundheitsamt in Freiburg am 9. November  

Im Rahmen der bundesweiten Impf-Aktionswoche

Das Gesundheitsamt für den Stadtkreis Freiburg und den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bietet am 9. November von 10 bis 14 Uhr im Rahmen der bundesweiten Impfwoche erstmalig einen Grippeimpftag für Personen ab 18 Jahren an. Die Aktion findet im Gesundheitsamt in der Sautierstraße 28 in Freiburg statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bürgerinnen und Bürger, die sich impfen lassen möchten, werden gebeten, ihren Impfpass und ihre Versichertenkarte mitzubringen (bei manchen Krankenkassen müssen die Versicherten für den Impfstoff in Vorleistungen gehen). Die Grippeimpfung wird außerdem von den meisten Haus- und Kinderärzten angeboten, ebenso von den Fachärzten anderer Fachgebiete, sowie von Betriebsärzten. Auch viele Apotheken bieten die Grippe-Impfung an: www.die-apotheken.de/wir-impfen 

Die Grippe (Influenza) ist keine harmlose Erkältung, sondern kann zu schweren Krankheitsverläufen und Komplikationen führen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Eine Grippeimpfung senkt das Risiko, an Influenza zu erkranken und kann insbesondere schwere Verläufe und Krankenhausaufenthalte verhindern.
       

Wie wird geimpft? 

Bei Erwachsenen und den meisten Kindern wird ein sogenannter Totimpfstoff verwendet. Der Impfstoff wird meist in den Deltamuskel (den großen Muskel der Schulter / des Oberarms) gespritzt. Die Grippeimpfung kann zeitgleich mit anderen Impfungen (wie der COVID-19- oder der RSV-Impfung) durchgeführt werden.
     

Für wen wird die Impfung gegen die saisonale Influenza empfohlen? 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Influenza-Impfung:

  • für alle Personen ab 60 Jahren 
  • für alle Schwangeren ab dem 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ab 1. Trimenon  
  • für Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens  
  • für Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen, 
  • für Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt Lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen (siehe oben) gefährden können.
        

Wann ist der richtige Impfzeitpunkt?

Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Um rechtzeitig geschützt zu sein, sollte die jährliche Impfung im Herbst/Winter (ab Oktober bis Mitte Dezember) erfolgen. Sollte die Impfung in dieser Zeit versäumt werden, kann es auch zu Beginn oder im Verlauf der Grippewelle noch sinnvoll sein, die Impfung nachzuholen.
     

Warum sollte man sich jährlich impfen lassen? 

Influenzaviren verändern sich ständig und bilden häufig neue Varianten. Deshalb wird der Impfstoff jährlich an die voraussichtlich zirkulierenden Virusstämme angepasst. Die Impfung sollte jedes Jahr wiederholt werden, weil man sich im Laufe seines Lebens öfter mit Grippe anstecken und erkranken kann und der Impfschutz im Laufe der Zeit nachlässt. Es genügt eine einmalige Impfung pro Jahr (keine Impfserie/booster).     

Wie gut ist die Impfung und wovon hängt die Wirksamkeit ab? 

Wie gut die Impfung schützt, hängt unter anderem davon ab, wie gut der Impfstoff zu den tatsächlich verbreiteten Viren passt, sowie vom Alter und Gesundheitszustand der geimpften Person.  Menschen ab 60 Jahren sollen einen speziell angepassten Impfstoff mit höherer Dosis oder einem Wirkverstärker erhalten, da ihr Immunsystem im Alter oft schwächer auf Impfungen reagiert. Dieser Impfstoff bietet einen besseren Schutz.
    

Welche Symptome verursacht eine Grippe-Infektion? 

Häufig beginnt es mit einem plötzlich einsetzenden Krankheitsgefühl, – Fieber, Halsschmerzen und trockener Husten, begleitet von Muskel-, Glieder-, Rücken- oder Kopfschmerzen. Besonders bei älteren Menschen sind die Krankheitszeichen häufig nicht so ausgeprägt und ähneln eher einer Erkältung. Bei einem unkomplizierten Verlauf gehen die Beschwerden nach fünf bis sieben Tagen zurück, der Husten kann aber länger anhalten. Als häufigste Komplikationen werden Lungenentzündungen gefürchtet. Bei Kindern können sich auch Mittelohrentzündungen entwickeln. Personen mit Grundkrankheiten haben ein erhöhtes Risiko, schwere oder tödliche Krankheitsverläufe einer Influenza-Infektion zu entwickeln. Selten können Entzündungen des Gehirns oder des Herzmuskels auftreten.
     

Was sollte ich bei einer Grippe-Erkrankung beachten? 

Antibiotika sind wirkungslos bei Krankheiten, die durch Viren ausgelöst werden, wie die Influenza. Sie kommen gegebenenfalls zum Einsatz, wenn zusätzlich bakteriell verursachte Komplikationen auftreten.  Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn starke Krankheitszeichen auftreten oder sich erneut verschlimmern. Im Einzelfall und nach ärztlicher Verordnung können auch spezielle Medikamente gegen Grippe zum Einsatz kommen.
    

Wie kann man sich anstecken? 

Die Grippe ist sehr ansteckend. Beim Niesen, Husten oder Sprechen gelangen kleinste, virushaltige Tröpfchen des Nasen-Rachen-Sekrets von Erkrankten in die Luft und können von anderen Menschen in der Nähe eingeatmet werden. Auch über die Hände werden die Viren weitergereicht, wenn diese mit virushaltigen Sekreten in Kontakt gekommen sind. Die Erreger können auch an Türklinken, Haltegriffen, Treppengeländern oder ähnlichen Gegenständen haften und von dort über die Hände weitergereicht werden. Die Erkrankten können bereits am Tag vor Beginn der Beschwerden und bis ca. 1 Woche nach Auftreten der ersten Krankheitszeichen ansteckend sein. Kinder oder Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können die Erreger auch länger ausscheiden.
    

Wie kann man sich und andere schützen? 

  • Waschen Sie sich häufig die Hände mit Wasser und Seife und meiden Sie möglichst Händeschütteln.  
  • Niesen und husten Sie nicht Ihre Mitmenschen an. Wenden Sie sich ab und husten oder niesen Sie in ein Einmaltaschentuch (oder in die Ellenbeuge).  
  • Waschen Sie sich möglichst direkt danach die Hände. 
  • Berühren Sie so wenig wie möglich mit Ihren Händen die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase.  
  • Bei Kontakt mit besonders gefährdeten Personen kann ein Mund-Nasen-Schutz die Gefahr einer Ansteckung verringern. 
  • Die beste Möglichkeit, sich und andere zu schützen, bietet die Grippeimpfung.
(Erstellt am 30. Oktober 2026)