Zahlen und Statistik
Situation 2015
Die Unterbringung der ihm zugewiesenen Asylbewerber stellte für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald eine immer größer werdende Herausforderung dar. Deutlicher ausgedrückt: Angesichts der wachsenden Zahl an Flüchtlingen befindet sich der Landkreis in einer absoluten Notsituation. Der Landkreis verfügt über keine eigenen Grundstücke und Liegenschaften. Die 508 Plätze in den zur Verfügung stehenden Gemeinschaftsunterkünften sind längst komplett belegt. In den Gemeinden fällt es auch immer schwerer, freien Wohnraum auf die Schnelle zu finden. Derzeit werden daher an verschiedenen Standorten im Landkreis Behelfsunterkünfte realisiert, um dem Bedarf gerecht zu werden.
Die Anzahl der Flüchtlinge, die von der Erstaufnahmestelle des Landes Baden-Württemberg in Karlsruhe auf den Landkreis verteilt werden, steigt seit Mitte 2015 rasant. Im Juni kamen 94 Personen, im Juli 188, im August waren es dann bereits 269 und im Oktober 505. Bis Jahresende mussten rund 2500 Menschen mit einem Dach über dem Kopf versorgt werden.
Und auch zu beginn des Jahres 2016 sanken die Zahlen zunächst nicht. Zuletzt lag die Zuweisungsquote bei rund 100 Menschen pro Woche, die in der vorläufigen Erstunterbringung in den Behelfs- und Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises Platz finden mussten. Seit April gingen die Zuweisungszahlen in den Landkreis deutlich zurück. Das kann allerdings nur eine Momentaufnahme sein. Das Land mahnt auf eine erneute Steigerung der Zahlen vorbereitet zu sein.
Entwicklung der Zuweisungszahlen
Seitens der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Karlsruhe werden die Flüchtlinge nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel auf die Landkreise zur Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften verteilt. Demnach muss der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald 2,9 Prozent der Flüchtlinge, die nach Baden-Württemberg kommen, aufnehmen.
Die Entwicklung der Zahlen in den vergangenen Jahren:
Stand: 09.08.2016