Wohin mit dem Fallobst im Herbst?
Keine Abgabe an Grünschnittsammelstellen oder bei der Kompostieranlage
Fallobst ist eine natürliche Erscheinung des Spätsommers in Obstgärten. Es kann sinnvoll verwertet oder verarbeitet werden. Aber auch als Dünger für Pflanzen und als Unterstützung der heimischen Fauna kann das Obst dienen.
Fallobst, Nüsse, Eicheln und Gemüse sind Bioabfälle und dürfen nicht an den Grünschnittsammelstellen oder bei der Kompostierungsanlage Breisgau-Kompost abgegeben werden.
So kann man Fallobst richtig nutzen und entsorgen
- Kleinere Mengen an Fallobst können in der Biotonne entsorgt werden. Damit die Müllabfuhr die Tonne leeren kann, darf das Gesamtgewicht der Tonne 50 kg nicht überschreiten.
- Die Firma RETERRA Freiburg, Tullastraße 68b in Freiburg nimmt Fallobst kostenpflichtig an. Annahmezeiten: Montag bis Freitag von 8 – 12 Uhr.
- Früchte können nachhaltig selbst kompostiert werden. Nach rund einem Jahr kann wertvoller Gartenkompost daraus gewonnen werden. Kleinere Mengen können dem Kompost bedenkenlos beigemischt werden. Achten Sie auf eine gute Belüftung. Dazu immer mal wieder mit Laub oder Strauchschnitt mischen. Größere Mengen sollten besser nach und nach aufgebracht und die einzelnen Lagen mit anderen pflanzlichen Abfällen, Kompost oder Erde abgedeckt werden. Tipp: Obst vor der Kompostierung mit dem Spaten grob zerkleinern. Danach können die Mikroorganismen besser arbeiten und die Kompostierung läuft schneller ab.
- Mit Fallobst Gutes tun. Die örtlichen Bauern, kleinere Tierparks oder Pferdehöfe in der näheren Umgebung freuen sich eventuell über Gratis-Futter. Wichtig: Klären Sie zuvor ab, ob die Spende erwünscht ist und geben Sie nur „gesundes“ Fallobst ab.
- Nur noch selten finden Insekten und Vögel Streuobstwiesen. Sie freuen sich daher, wenn ihnen in einer Ecke des Gartens, unter einer Hecke oder hinter dem Kompost ein Festschmaus bereitet wird. Und der Igel freut sich über die am Fallobst versammelten Insekten. In einem naturnahen Garten wird daher nicht das gesamte Fallobst entsorgt.
- Fallobst kann man auch als natürlichen Dünger für den Garten nutzen. Allerdings nur in kleineren Mengen, die mindestens einen halben Meter tief unter die Erde gegraben werden. Mischen Sie die Früchte dafür am besten mit herunter gefallenem Laub.
Bei Fragen: Abfallberatung der ALB, Telefon 0761 2187-9707.