Ausbau weißer Flecken in Lenzkirch: Tiefbauarbeiten in Los I stehen vor der Fertigstellung, Glasfaserarbeiten laufen 


In Los I in Lenzkirch stehen die Tiefbauarbeiten durch das Tiefbauunternehmen K&T Infrastruktur GmbH kurz vor dem Abschluss. Parallel zur Fertigstellung des Tiefbaus haben die Glasfaserarbeiten begonnen, die ebenfalls von K&T koordiniert werden. In Los II bereitet der Planungs- und Ingenieurdienstleister MRK Media GmbH die Ausschreibung der Bauleistungen vor. In Los III sind die Tiefbauarbeiten abgeschlossen, die Aufnahme der Glasfaserarbeiten ist in Vorbereitung.


Los I
Das Tiefbauunternehmen K&T Infrastruktur GmbH hat im Los I in Lenzkirch die Baukolonnen aufgestockt, um einen erhöhten Baufortschritt im Ausbau der weißen Flecken erzielen zu können. Inzwischen sind die Tiefbauarbeiten zu 95% fertiggestellt. Nachdem die tiefbautechnische Fertigstellung der Backbone-Trasse und die Anbindung an den PoP in Los I erfolgt ist, konnte vor kurzem mit der Durchführung der Glasfaser-Arbeiten begonnen werden. Rund 2% der LWL-Arbeiten sind bisher erfolgt.

Los III
In Los III (Gewerbegebiet) sind die Tiefbauarbeiten durch EHE Infratec GmbH abgeschlossen. Die Aufnahme der Glasfaserarbeiten ist in Vorbereitung. Mit Glasfaser physisch angebunden wird das Gewerbegebiet über Los II. Die Glasfaserkabel werden in die gebauten Rohrleitungen eingezogen und später im zentralen Verteiler (Point of Presence, PoP) von Los II zusammengeschaltet. In den Kabeln stecken teils mehrere hundert einzelne Fasern aus Glas, die dünner als ein menschliches Haar sind Die Fasern werden vom Gebäude bis zum PoP durchverbunden und münden im PoP, wo die Umsetzung der Signale auf das Backbone und darüber zurück auf das Ortsnetz erfolgt. Das Ortsnetz umfasst die Glasfaserleitungen vom PoP bis in die Gebäude. Als Verbindung zum weltweiten Netz ist das Backbone wortwörtlich Rückgrat im gesamten Glasfasernetz.

Los II
Im Los II hat der Planungs- und Ingenieursdienstleister MRK Media AG im Oktober 2023 die Planungen aufgenommen, die nun kurz vor dem Abschluss stehen. Die Ausschreibung der Bauleistungen durch MRK Media AG ist in Vorbereitung und erfolgt in Kürze.


Ausbau braucht Zeit, Bürokratie bindet Zeit  
Breitbandausbau im Verbandsgebiet ist nur für die Anbindung von unterversorgten weißen Flecken bereits ein Multimillionen-Projekt mit vielen Kilometern Tiefbau, hunderten Kilometern Leerrohren, hunderten Kilometern Glasfaserkabeln und vielen tausend Spleißen. Diese komplexe Mammut-Aufgabe ist nur durch intensive Leistungen umsetzbar – und ist als kommunale Leistung nur dort zulässig, wo der Markt versagt.

Da die Aufgabe vom Bund an den Markt übertragen wurde kann zudem ein Ausbau kommunal nur auf freiwilliger Basis erfolgen.
Bund und Land versuchen mit Förderprogrammen Anreize zur Behebung von Marktversagen zu schaffen. Hohe Auflagen der Zuwendungsgeber machen den Erhalt der Mittel freilich schwierig. Die Programme haben die Zuwendungsgeber komplex und langwierig gestaltet, der Ausbau muss viele behördliche Genehmigungen durchlaufen. Bereits die Beantragung der Fördermittel ist ein zeitwieriger Prozess. Bis zu einer Bewilligung können Monate vergehen. Die Förderbewilligung durch Bund und Land ist bis zum Bescheid ungewiss. Auch wenn die Berechtigung vorliegt, können Bund und Land die Förderung versagen.
Aufwendig in der Dauer der Planung ist die Einholung von Genehmigungen, die je nach Gegebenheiten Jahreszeiträume in Anspruch nehmen kann. Zur Planung des Trassenverlaufs gehören neben den Grundstücksnutzungen insbesondere auch Genehmigungsplanungen. Belange des Naturschutzes, Fremdleitungen, Leitungskoordinierung, Prüfung auf Kampfmittel, Altlasten, etc. müssen berücksichtigt werden. Mit der notwendigen Beteiligung von Behörden und vielen weiteren Akteuren (privaten) sind solche Stufen zeitlich unbestimmt.
Ab Baubeginn benötigt der Glasfaserausbau erfahrungsgemäß etwa ca. 2 Jahre – beim initialen Aufbau auch mehr.

  

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