In Merzhausen starten die Tiefbauarbeiten zum Glasfaserausbau der „weißen Flecken“

Von links: Carmen Flum, Christoph Ueffing (beide Gemeinderat Merzhausen), Alexander Schmid (Geschäftsführer Zweckverband), Landrat Christian Ante (Vorsitzender Zweckverband), Bürgermeisterin Melanie Kienle (Merzhausen), Franz Asal, Wolfgang Weyer (beide Gemeinderat), Katharina Manthey (Referentin Innenministerium BW), Franziska Wächtler (Projektleiterin Leonhard Weiss)
   
  • 27. symbolischer Spatenstich des Zweckverbands Breitband im Verbandsgebiet
  • 1,3 Millionen Euro Investitionen für die Anbindung der weißen Flecken
  • 3,5 Kilometer Trassenbau

Mit einem symbolischen Spatenstich haben am 5. September offiziell die Bauarbeiten zum Glasfaserausbau der unterversorgten Adressen im weißen Fleck in Merzhausen begonnen. Die Gemeinde Merzhausen ist Mitglied im Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald, der für seine Mitglieder ein Glasfasernetz errichtet.

 
27. Spatenstich seit dem Beginn des Ausbaus unterversorgter Adressen im Verbandsgebiet
„Mit diesem offiziellen 27. Baustart seit dem Beginn des Ausbaus der ‚weißen Flecken‘ im Verbandsgebiet im Jahr 2022 haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht“, erklärte der Verbandsvorsitzende des Zweckverbands, Landrat Dr. Christian Ante, in seiner Begrüßungsrede zum Spatenstich. „Heute beginnt der sichtbare Teil des Ausbaus in Merzhausen. Damit werden auch in dieser Gemeinde die weißen Flecken schon bald Vergangenheit sein.“
 
Der Baustart in Merzhausen erfolgt nach intensiver Vorbereitung, in der neben der Vorplanung mit der Gemeinde insbesondere der komplexe Verfahrensweg zur Erlangung und Anwendung von Bundes- und Landesfördermitteln mit deren umfangreichen Auflagen nebst Vorgaben sowie den EU-weiten Ausschreibungsverfahren beschritten wurde. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,3 Millionen Euro für die Anbindung der weißen Flecken (Bandbreite von weniger als 30 Mbit/s und Marktversagen) in Merzhausen, umfasst das Gebiet rund 3,5 Kilometer Trassenbau. Das „Upgrade graue Flecken“ des Bundes, mit dem trassenanliegende hellgraue Flecken (weniger als 100 Mbit/s) auf dem Weg zum weißen Fleck gefördert angebunden werden können, will der Zweckverband beim Ausbau ebenfalls zur Anwendung bringen.
 
Infrastruktur, die verbindet, stärkt und Zukunft schafft
Mit der baulichen Umsetzung beginnt Leonhard Weiss GmbH (LW), die als mitplanender Generalübernehmer alle Leistungen verantwortet, im Anschluss an den symbolischen Spatenstich.
 
Mit dem Abschluss der Tiefbauarbeiten, dem Rohrleitungsbau sowie den darauffolgenden Glasfaserarbeiten rechnet das ausführende Unternehmen nach derzeitiger Planung im Sommer 2027. Nach der anschließenden notwendigen Dokumentation kann das Netz dann voraussichtlich im Spätsommer 2027 an den Betreiber Vodafone zur Vorbereitung der Inbetriebnahme übergeben werden.
 
„Mit dem Baustart investieren wir in eine Infrastruktur, die nicht nur leistungsfähig, sondern auch nachhaltig und zukunftssicher ist – ein wichtiger Schritt für Merzhausen“, betonte Merzhausens Bürgermeisterin Melanie Kienle. „Lassen Sie uns diesen Spatenstich als Startpunkt feiern – für eine Infrastruktur, die verbindet, stärkt und Zukunft schafft.“
 
Anteilige Förderung von Bund und Land für den Ausbau
Unterstützt wird der Bau im Ortsnetz über das Bundesförderprogramm Breitband zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck sowie über die Mitfinanzierung des Landes Baden-Württemberg am Bundesförderprogramm. Für den Ausbau des Zweckverbands Breitband in Merzhausen haben Bund und Land Zuwendungen in vorläufiger Höhe bewilligt. 50% der förderfähigen Kosten werden nach Abschluss vom Bund gefördert, 40% vom Land. Ein kommunaler Eigenanteil von 10% verbleibt, für den der Zweckverband ebenso wie für das Gesamtprojekt die Vorfinanzierung leistet. Fördermittel werden von den Zuwendungsgebern erst am Ende der Maßnahmen bzw. mit Baufortschritt nachlaufend freigegeben, sofern alle erforderlichen Nachweise erbracht werden können.
 
Der Backbone-Bau erhält Zuwendung aus dem früheren Landesförderprogramm.
 
Gesamtprojekt des Zweckverbands
Als kommunaler Zusammenschluss verfolgt der Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald das freiwillige Ziel, ein zusammenhängendes Glasfasernetz für seine Mitgliedskommunen aufzubauen. Das Netz wird in unterversorgten Gebieten ausgebaut, für die der dafür zuständige Markt keinen eigenwirtschaftlichen Ausbau durchführt. Das Investitionsvolumen des Verbands liegt bei rund 417 Millionen Euro für die unterversorgten Bereiche und den Aufbau des Backbones. Bund und Land leisten über Zuwendungen entscheidende finanzielle Unterstützung, ohne die der Infrastrukturaufbau nicht realisierbar wäre.
 
Betreiber des Verbandsnetzes im weißen Fleck ist Vodafone GmbH. Nach Netzfertigstellung übernimmt Vodafone Wartung und Betrieb. Das Netz verbleibt im Eigentum des Zweckverbands Breitband Breisgau-Hochschwarzwald.
   

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