Ausbau weißer Flecken: Mehr als 95 % der Tiefbauarbeiten sind in Stegen abgeschlossen – mehr als 41.000 Meter Trasse gebaut
Die Bauarbeiten des Zweckverbands Breitband Breisgau-Hochschwarzwald (ZVBBH) zum staatlich geförderten Glasfaserausbau der unterversorgten Adressen im weißen Fleck in Stegen nähern sich der Fertigstellung. Bislang wurden mehr als 95 % der Tiefbauarbeiten abgeschlossen. Die Zustandsfeststellung der Tiefbauleistungen durch den Zweckverband steht an.
In Stegen sind die Arbeiten zum staatlich geförderten Glasfaserausbau der unterversorgten Adressen im weißen Fleck seit dem Spatenstich im Juni 2023 kontinuierlich vorangeschritten. Inzwischen sind die Tiefbau- und die Glasfaserarbeiten zu einem großen Teil abgeschlossen. Insgesamt wurden rund 41.000 Meter Trasse gebaut und mehrere hundert Hausanschlüsse tiefbautechnisch realisiert. Drei Verteilergebäude (Point of Presence, PoP) wurden aufgestellt. Die Glasfaserarbeiten im Bereich des POP 2 und POP 3 sind ebenfalls abgeschlossen, im Bereich des POP 1 laufen Kabeleinzug und Montage noch.
Der herkömmliche Tiefbau als Bauweise im offenen Graben ist im Ausbau in Stegen baubedingt die am häufigsten verwendete Methode. Wo immer möglich, wird jedoch Sondermaschinentechnik eingesetzt. Das sind alternative Verfahren, zu denen zum Beispiel die Grabenfräse, der Kabelpflug mit Peter-Pflug-Verfahren und Spülbohrungen gehören. Sie zeichnen sich durch minimalinvasive Ausführung aus, können jedoch nur bei geeignetem Untergrund angewendet werden.
Von der gebauten Trasse in Stegen wurden 7.850 Meter durch den Einsatz von Sondermaschinentechnik mit alternativen Verlege-Methoden realisiert. Auf verschiedenen Trassenabschnitten kamen das Trenching- und das Peter-Pflug-Verfahren zum Einsatz.
Nach Abschluss der Leitungsarbeiten erstellt Leonhard Weiss GmbH & Co. KG die notwendige Dokumentation, die Voraussetzung für die Abnahme aller Leistungen durch den Zweckverband bzw. auch im Anschluss wesentliche Voraussetzung für die Abnahme durch den Betreiber des Verbandsnetzes ist, damit diesem ein Nachweis für die mangelfreie Überlassung vorliegt.
Zur Aufnahme des Netzbetriebs überlässt der Verband das Netz anschließend an den Betreiber. Dieser benötigt nach Netzerhalt mehrere Monate zur Systemintegration und Netz-Aktivierung. In der Zeit nimmt der Betreiber bereits zur Vorbereitung der jeweiligen Anschlussschaltung sukzessive direkten Kontakt mit den Kunden auf, die bereits einen Vertrag abgeschlossen hatten, um einen Termin zu vereinbaren.
Der Ausbau im Ortsnetz wird gefördert durch das Bundesförderprogramm zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck und das Programm Mitfinanzierung des Landes Baden-Württemberg.