Tiefbauarbeiten zum Ausbau der weißen Flecken in Pfaffenweiler gehen voran

Die Tiefbauarbeiten zum Ausbau der weißen Flecken haben in Pfaffenweiler im Oktober letzten Jahres begonnen. (Foto: Leonhard Weiss GmbH)


Die Tiefbauarbeiten zum Ausbau der weißen Flecken in Pfaffenweiler, die im Oktober 2025 begonnen haben, schreiten nach einer Trassen-Umplanung kontinuierlich voran – im Laufe des Jahres sollen sie bereits abgeschlossen werden.

Der Ausbau der weißen Flecken in Pfaffenweiler, der durch das Breitbandprogramm des Bundes sowie durch Förderprogramme des Landes Baden-Württemberg unterstützt wird, hat im Mai 2025 mit dem symbolischen Spatenstich begonnen. Nach vorbereitenden Arbeiten im Anschluss des Spatenstichs und der Aufstellung des im Los notwendigen Verteilergebäudes (Point of Presence, PoP) im September haben im Oktober die Tiefbauarbeiten zu Herstellung der rund 8 Kilometer langen Trasse begonnen. Dabei war im Bereich des Stubenplatzes eine Anpassung der Trassenführung nötig, um Überschneidungen mit den dort laufenden Sanierungs- und Umbauarbeiten zu vermeiden. Die Trasse wurde über die Mittlere Straße und die Schulstraße verlegt und ist bereits baulich umgesetzt.
 
Tiefbauarbeiten sollen in Q3 2026 beendet sein
Nach der derzeitigen Planung des vom Zweckverband in Pfaffenweiler für Planung und bauliche Umsetzung beauftragten mitplanenden Generalübernehmers Leonhard Weiss GmbH (LW) werden die Tiefbauarbeiten bis zum 3. Quartal des laufenden Jahres abgeschlossen sein. Im Anschluss an die auf den Tiefbau folgenden Glasfaserarbeiten erfolgt die vollständige Dokumentation aller verbundenen Fasern, Muffen und sonstigen für den Betreiber notwendigen Komponenten durch den Generalübernehmer. Der Abschluss der vollständigen Dokumentation ist Voraussetzung für die darauffolgende Abnahme.
 
Überlassung an Vodafone nach Abnahme
Im Anschluss an die Abnahme kann das Netz an den Betreiber Vodafone überlassen werden, der dann die Aktivierung der Hausanschlüsse vorbereitet. Zwischen dem sichtbaren Ausbaustart und seinem Abschluss vergehen erfahrungsgemäß etwa zwei Jahre. Wird das Netz erstmalig errichtet, können auch längere Zeitspannen vergehen.
    

Hausanschluss wird durch den Betreiber nach der Fertigstellung des Netzes im Zuge der Inbetriebnahme aktiviert

Grundsätzlich gilt für den Glasfaserausbau, dass baubedingt abschnittsweise gebaut wird und die Abschnitte im Projektverlauf sukzessive durchverbunden werden. Im Tiefbau erfolgt dafür zunächst die Verlegung von Leerrohren, die zu einem durchgängigen Leerrohrnetz durchverbunden werden. In das Leerrohrnetz erfolgt der Einzug der Glasfaserkabel. In einem Kabel befinden sich teils mehrere hundert einzelne Fasern aus Glas, die dünner als ein menschliches Haar sind. Vom Hausanschluss über den Verteilerbereich werden die Fasern durch Spleißen bis zum zentralen Verteiler verbunden. Im Glasfaserausbau kommen so viel tausend Glasfaserverbindungen zustande. Zentrale Verteiler im Netz sind die Point of Presence (PoP). Die PoP-Gebäude im Glasfasernetz sind das Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone. Hier laufen die Glasfaserkabel zusammen und die einzelnen Fasern werden für die Datenleitung ins weltweite Netz verbunden.

Am Ende sind die Fasern vom Hausanschluss bis zum PoP als durchgängige Leitung vorhanden. Sie münden im PoP, wo die Umsetzung der Signale auf das Backbone und darüber zurück auf das Ortsnetz erfolgt. Jeder Signalweg, jede Faser, jedes Kabel, jedes Röhrchen, jede Muffe, jeder Schacht, jeder Hausanschluss muss für den Betreiber dokumentiert sein, damit dieser „das Netz verstehen“ kann. Es muss also für den Betreiber aus einer Fülle an Informationen klar sein, wo ein Signal ankommt, wenn er es einspeist. Das wird über die Dokumentation aller Netzbestandteile erreicht. Zugleich zeigt die Dokumentation die Mangelfreiheit für das neu gebaute Netz auf. Der Betreiber übernimmt das Netz nur, wenn es mangelfrei ist. Erst dann kann und wird er das Netz mit den für den Ausbau im weißen Fleck geförderten Hausanschlüssen in Betrieb nehmen. Kein Hausanschluss, unabhängig davon, wann er baulich fertiggestellt wurde und in welchem Ortsteil er liegt, kann vor der Inbetriebnahme des Netzes aktiviert werden. Erst mit kompletter Herstellung des zusammenhängendes Netzes ergibt sich ein betriebsfertiges Netz.

  

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