Ausbau der weißen Flecken in Ebringen verzeichnet Fortschritte
Die Tiefbauarbeiten zum Ausbau der weißen Flecken in Ebringen haben im November letzten Jahres begonnen. 1,5 Kilometer Trasse sind bereits gebaut. Im Verlauf diesen Jahres soll der Tiefbau abgeschlossen werden.
Die Tiefbauarbeiten zum Ausbau der weißen Flecken in Ebringen laufen. 1.500 Meter der insgesamt rund 12 Kilometer langen geplanten Trasse sind bereits fertiggestellt. Rund 50 Hausanschlüsse konnten ebenfalls bereits baulich hergestellt werden. Das im Los notwendige Verteilergebäude, der sogenannte „Point of Presence“ (PoP) wurde schon im vergangenen Jahr durch den mitplanenden Generalübernehmer Leonhard Weiss GmbH aufgestellt.
Sondermaschinentechnik wird beim Bau im Weinberg eingesetzt
Ein Abschnitt der geplanten Trasse in Ebringen verläuft in einem Naturschutzbereich im Weinberg. Dort plant der zugleich auch in Schallstadt für Planung und bauliche Umsetzung beauftragte mitplanende Generalübernehmer Leonhard Weiss GmbH (LW) den Einsatz schonender Sondermaschinentechnik, um die Trasse herzustellen.
Tiefbauarbeiten sollen in Q3 2026 beendet sein
Nach der derzeitigen Planung von LW werden die Tiefbauarbeiten bis zum 3. Quartal des laufenden Jahres abgeschlossen sein. Im Anschluss an die auf den Tiefbau folgenden Glasfaserarbeiten wird die vollständige Dokumentation aller verbundenen Fasern, Muffen und sonstigen für den Betreiber notwendigen Komponenten durchgeführt. Der Abschluss der vollständigen Dokumentation ist Voraussetzung für die darauffolgende Abnahme. Im Anschluss an die Abnahme kann das Netz an den Betreiber Vodafone überlassen werden, der dann die Aktivierung der Hausanschlüsse vorbereitet.
Der Zweckverband baut im Verbandsgebiet eine komplett neue Glasfaser-Infrastruktur initial auf; dazu gehört auch die Errichtung des Netzes in Ebringen. Zwischen dem sichtbaren Ausbaustart und seinem Abschluss vergehen erfahrungsgemäß etwa zwei Jahre. Wird das Netz erstmalig errichtet, können auch längere Zeitspannen vergehen.
Hausanschluss wird durch den Betreiber nach der Fertigstellung des Netzes im Zuge der Inbetriebnahme aktiviert
Grundsätzlich gilt für den Glasfaserausbau, dass die Tiefbauleistungen baubedingt abschnittsweise durchgeführt werden und die Abschnitte im Projektverlauf sukzessive durchverbunden werden. Es beginnt mit der Verlegung von Leerrohren, die nach und nach zu einem durchgängigen Leerrohrnetz durchverbunden werden. In das Leerrohrnetz werden anschließend Glasfaserkabel eingebracht. In einem Kabel befinden sich teils mehrere hundert einzelne Fasern aus Glas, die dünner als ein menschliches Haar sind. Vom Hausanschluss über den Verteilerbereich werden die Fasern durch Spleißen bis zum zentralen Verteiler verbunden. Im Glasfaserausbau kommen so viel tausend Glasfaserverbindungen zustande. Zentrale Verteiler im Netz sind die Point of Presence (PoP). Die PoP-Gebäude im Glasfasernetz sind das Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone. Hier laufen die Glasfaserkabel zusammen und die einzelnen Fasern werden für die Datenleitung ins weltweite Netz verbunden.
Am Ende sind die Fasern vom Hausanschluss bis zum PoP als durchgängige Leitung vorhanden. Sie münden im PoP, wo die Umsetzung der Signale auf das Backbone und darüber zurück auf das Ortsnetz erfolgt. Jeder Signalweg, jede Faser, jedes Kabel, jedes Röhrchen, jede Muffe, jeder Schacht, jeder Hausanschluss muss für den Betreiber dokumentiert sein, damit dieser „das Netz verstehen“ kann. Es muss also für den Betreiber aus einer Fülle an Informationen klar sein, wo ein Signal ankommt, wenn er es einspeist. Das wird über die Dokumentation aller Netzbestandteile erreicht. Zugleich zeigt die Dokumentation die Mangelfreiheit für das neu gebaute Netz auf. Der Betreiber übernimmt das Netz nur, wenn es mangelfrei ist. Erst dann kann und wird er das Netz mit den für den Ausbau im weißen Fleck geförderten Hausanschlüssen in Betrieb nehmen. Kein Hausanschluss, unabhängig davon, wann er baulich fertiggestellt wurde und in welchem Ortsteil er liegt, kann vor der Inbetriebnahme des Netzes aktiviert werden. Erst mit kompletter Herstellung des zusammenhängendes Netzes ergibt sich ein betriebsfertiges Netz.

