Ausbau der weißen Flecken in Auggen: Tiefbauarbeiten sind zu rund 60 Prozent fertiggestellt – Glasfaserarbeiten laufen
Der staatlich geförderte Ausbau der weißen Flecken mit dem Bundesförderprogramm Breitband schreitet in Auggen weiter voran: rund 60% der Tiefbauarbeiten sind fertiggestellt, rund 95 % der geplanten geförderten Hausanschlüsse sind tiefbautechnisch hergestellt.
Die Tiefbau-, Glasfaser- und Montagearbeiten zum Ausbau der weißen Flecken in Auggen machen weiter kontinuierliche Fortschritte. Mit den fertigen Abschnitten unter anderem im Gewerbegebiet, Richtberg, Hach und Feldbergstraße bis zum Rathaus, sowie Verbindungen mit Vögisheim und Hach, sind bisher rund 60% der Tiefbauarbeiten abgeschlossen. Gleichzeitig wurden bereits rund 95% der geplanten Hausanschlüsse tiefbautechnisch hergestellt. Bei rund 60% davon wurden zudem bereits die Glasfaserarbeiten abgeschlossen.
Der Ausbau in Auggen wird vom mitplanenden Generalübernehmer Menner Tiefbau durchgeführt. Gefördert wird der Ausbau über das Bundesförderprogramm Breitband zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck. Aktuelle Tiefbaubereiche liegen um das Rathaus und im Bereich Wässerfeld. Ausstehend sind unter anderem noch eine Trasse zur Winzergenossenschaft und eine Verbindung nach Feldberg (Müllheim).
Nach Fertigstellung des kompletten Netzes folgen Dokumentation und Abnahme der Bauleistung durch den Zweckverband
Ein Hausanschluss und Hausanschlüsse generell sind nur ein kleiner Baustein und dennoch elementarer Baustein im entstehenden Netz. Wie die Leerrohre im Gehweg- und Straßenbereich erfolgt die Verlegung im Tiefbau. In die Leerrohre werden Glasfaserkabel mit Druckluft eingejettet. Einzelne Fasern in den Kabeln werden dann an verschiedenen Stellen im Netz durch Verschmelzen dauerhaft verbunden, dem sogenannten Spleißen. Bevor das Netz in Betrieb geht, müssen alle Leerrohre gelegt und durchverbunden, Glasfaserkabel alle eingebracht und Verbindungen alle gespleißt sein. Die Hausanschlüsse müssen durchgängig mit Glasfaser vom Gebäude bis zum zentralen Verteiler (Point of Presence, PoP) durchverbunden werden und der PoP an das Backbone angeschlossen sein, welches mit dem Weitverkehrsnetz des Betreibers gekoppelt ist. Zudem muss die Dokumentation aller Trassen, Leitungen, Fasern und Faserverbindungen, Verteilern etc. lückenlos angefertigt werden. Nur mit der Dokumentation kann der Betreiber das Netz mit seinen vielen unterschiedlichen Bestandteilen später nachvollziehen. Es ist ein umfangreicher Weg, den Ausbau vorzubereiten und all diese Arbeiten abzuschließen. Zwischen der isolierten Herstellung eines einzelnen Hausanschlusses und der Inbetriebnahme des Netzes mit den durchverbundenen Anschlüssen können dabei Monate oder sogar Jahre liegen.
Anspruchsvolle verkehrsrechtliche Sperrungen machen den Ausbau zeitlich herausfordernd
Der Ausbau der weißen Flecken im Ortsnetz von Auggen umfasst die Glasfaserleitungen vom PoP bis in die Gebäude im weißen Fleck. Das vor Ort notwendige zentrale Verteilergebäude, das als zentrales Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone nötig ist, konnte Ende März installiert werden. Damit wurde nach dem offiziellen Spatenstich im April letzten Jahres und der Fertigstellung einiger Bauabschnitte ein weiterer sichtbarer Meilenstein im Ausbau erreicht.
Bestehende Herausforderungen im Ausbau, unter anderem durch schwierige örtliche Verhältnisse (zum Beispiel mit Bundestraßenquerungen), notwendige Abstimmungen und naturschutzrechtliche Vorgaben, sind in der Planung des mitplanenden Generalübernehmers weitgehend berücksichtigt. Als besonders planungs- und zeitintensiv haben sich in bisher vor allem außerörtliche Strecken mit Kampfmittelverdachtspunkten und der Rheintalbahnausbau erwiesen, der eine teilweise neue Planung für die Verlegung der Leerrohre für den Breitbandausbau nötig gemacht hat.
