Der Glasfaserausbau der weißen Flecken geht in Glottertal planmäßig voran – 50 Prozent der Tiefbauarbeiten sind fertiggestellt
Seit dem offiziellen Start der Bauarbeiten nach dem symbolischen Spatenstich in Glottertal im November 2024 wurde in der Gemeinde viel bewegt, um den Glasfaserausbau der weißen Flecken voranzutreiben. Die Ergebnisse sind manchmal mehr, manchmal weniger sichtbar. In jedem Fall sind sie messbar – rund 50 % der geplanten Trasse mit einer Gesamtlänge von rund 30 Kilometern sind inzwischen fertig gebaut.
Die Bauarbeiten zum staatlich geförderten Ausbau der weißen Flecken über das Bundesförderprogramm Breitband in Glottertal schreiten kontinuierlich voran. Nachdem im vergangenen Jahr die Tiefbauarbeiten im Bauabschnitt 1 (BA1, Föhrentalstraße / Gewerbegebiet) und im südlich angrenzenden BA4 durch den mitplanenden Generalübernehmer Menner Tiefbau GmbH abgeschlossen werden konnten, sind inzwischen auch große Teile der Bauabschnitte BA6 und BA7 fertiggestellt. Abgeschlossen ist zudem der Bauabschnitt BA8. Aktuell gebaut wird in BA5 und BA6. Zurzeit sind zwei Bau-Kolonnen vor Ort im Einsatz, im Laufe des Jahres werden es 3 bis 4 Kolonnen sein.
50 Prozent Ortsnetz und 40 Prozent Backbone-Leitungen sind bereits fertiggestellt
Insgesamt sind im Ausbaugebiet der Gemeinde bisher rund 50% der geplanten Trassen für das Ortsnetz und 40% der Backbone-Leitungen gebaut. Zudem sind bereits 95% der geplanten Hausanschlüsse tiefbautechnisch fertiggestellt.
Glasfaserarbeiten laufen parallel
Die im Anschluss an den Tiefbau durchzuführenden Glasfaserarbeiten laufen in einigen Bauabschnitten bereits parallel zum Tiefbau. An rund 35% der Hausanschlüsse sind die Glasfaserarbeiten bisher abgeschlossen. Das für das Netz notwendige zentrale Verteilergebäude (Point of Presence, PoP), in dem alle Glasfasern zusammenlaufen, konnte bereits Ende 2014 installiert werden.
Netz muss zum Betrieb komplett fertiggestellt sein
Ein Hausanschluss und Hausanschlüsse generell sind nur ein kleiner und dennoch elementarer Baustein im entstehenden Netz. Bevor das Netz in Betrieb geht, müssen alle Leerrohre gelegt und durchverbunden, Glasfaserkabel alle eingebracht und Verbindungen alle gespleißt sein. Die Hausanschlüsse müssen durchgängig mit Glasfaser vom Gebäude bis zum zentralen Verteiler (PoP) durchverbunden werden und der PoP an das Backbone angeschlossen sein, welches mit dem Weitverkehrsnetz des Betreibers gekoppelt ist. Erst dann kann die Dokumentation erfolgen, die Voraussetzung für die Überlassung an den Betreiber und die Inbetriebnahme ist.
Schreitbaggereinsatz in schwierigem Gelände
Die örtlichen Gegebenheiten machen den Ausbau in der Gemeinde Glottertal, die sich vom geschützten Tal bis hinauf zum 1243 Meter hohen Gipfel des Kandelberges auf fast 1000 Höhenmeter erstreckt, besonders in den Außenbereichen anspruchsvoll. Lösungen für gesonderte Herausforderungen gibt es zum Beispiel beim Bau der Trasse Wuspenhof. Hier kommt für den Bau der etwa 1,5 Kilometer langen Trasse ein Schreitbagger zum Einsatz, der schonenden Tiefbau besonders in schwierigem Gelände vereinfacht und möglich macht.
Mehraufwendungen bei der Verkehrsabsicherung wie etwa in der Talstraße, aber auch Einschränkungen bei Baufreigaben bei den Klinikgebäuden im Glottertal führen teilweise zu Verlängerungen in der Umsetzung.
Ausbau in Glottertal verläuft planmäßig
Insgesamt geht der Ausbau der weißen Flecken in Glottertal planmäßig voran.
Breitbandausbau im Verbandsgebiet ist allein bereits für die Anbindung von unterversorgten weißen Flecken ein Multimillionen-Projekt mit vielen Kilometern Tiefbau, hunderten Kilometern Leerrohren, hunderten Kilometern Glasfaserkabeln und vielen tausend Spleißen. Diese komplexe Mammut-Aufgabe ist nur durch intensive Leistungen umsetzbar – und nur dort zulässig, wo der Markt versagt. Dazu kann ein Ausbau kommunal nur auf freiwilliger Basis erfolgen. Erfahrungsgemäß benötigt ein Glasfaserausbau ab Baubeginn ca. 2 Jahre – beim initialen Aufbau auch mehr.
