Tiefbauarbeiten zum Ausbau der weißen Flecken in Gundelfingen sind zu rund 50 Prozent fertiggestellt – Glasfaserarbeiten laufen

Tiefbauarbeiten in Gundelfingen: Rund 50 Prozent der geplanten 29 Kilometer langen Trasse sind bereits gebaut. (Foto: Menner Tiefbau)


Die Bauarbeiten zum staatlich geförderten Ausbau der weißen Flecken mit dem Bundesförderprogramm Breitband schreiten in Gundelfingen voran: rund 50% der Tiefbauarbeiten sind abgeschlossen, mehr als 85 % der geplanten Hausanschlüsse sind tiefbautechnisch hergestellt.

In Gundelfingen laufen die Arbeiten zum staatlich geförderten Ausbau der weißen Flecken weiter auf Hochtouren. Mit den fertigen Abschnitten unter anderem in der Ortsmitte und im Industriegebiet (bis auf den Herdweg), sowie weiten Teilen des Wildtals und Trassen zur Verbindung nach Heuweiler und Freiburg, sind bisher rund 50% der Tiefbauarbeiten abgeschlossen. Gleichzeitig wurden bereits rund 85% der geplanten Hausanschlüsse tiefbautechnisch hergestellt. Bei rund 20% davon wurden zudem bereits die Glasfaserarbeiten abgeschlossen. 
Der Ausbau in Heuweiler und Gundelfingen wird vom mitplanenden Generalübernehmer Menner Tiefbau GmbH durchgeführt. Aktuelle Tiefbaubereiche sind die Verbindung der Industriestraße / Alte Bundesstraße sowie Verbindungen zum PoP im Weiherweg sowie dazugehörigen Hausanschlüssen.

Nach Fertigstellung des kompletten Netzes folgen Dokumentation und Abnahme der Bauleistung durch den Zweckverband
Ein Hausanschluss und Hausanschlüsse generell sind nur ein kleiner Baustein und dennoch elementarer Baustein im entstehenden Netz. Wie die Leerrohre im Gehweg- und Straßenbereich erfolgt die Verlegung Großteils im Tiefbau. Nach Durchverbinden der Leerrohre werden Glasfaserkabel mit Druckluft in die Leerrohre eingejettet. Einzelne Fasern in den Kabeln werden dann an verschiedenen Stellen im Netz durch Verschmelzen dauerhaft verbunden, dem sogenannten Spleißen. So wird ein durchgängiges Netz mit Glasfaser erreicht. Bevor das Netz in Betrieb geht, müssen alle Leerrohre gelegt und durchverbunden, Glasfaserkabel alle eingebracht und Verbindungen alle gespleißt sein. Die Hausanschlüsse müssen durchgängig mit Glasfaser vom Gebäude bis zum zentralen Verteiler (Point of Presence, PoP) durchverbunden werden und der PoP an das Backbone angeschlossen sein, welches mit dem Weitverkehrsnetz des Betreibers gekoppelt ist. Zudem muss die Dokumentation aller Trassen, Leitungen, Fasern und Faserverbindungen, Verteilern etc. lückenlos angefertigt werden. Nur mit der Dokumentation kann der Betreiber das Netz mit seinen vielen unterschiedlichen Bestandteilen später nachvollziehen. Es ist ein umfangreicher Weg, den Ausbau vorzubereiten und all diese Arbeiten abzuschließen. Zwischen der isolierten Herstellung eines einzelnen Hausanschlusses und der Inbetriebnahme des Netzes mit den durchverbundenen Anschlüssen können dabei Monate oder sogar Jahre liegen.

Anspruchsvolle verkehrsrechtliche Sperrungen machen den Ausbau zeitlich herausfordernd
Das Ortsnetz in Gundelfingen umfasst die Glasfaserleitungen vom PoP bis in die Gebäude im weißen Fleck. Die vor Ort notwendigen zentralen Verteilergebäude, die als zentrales Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone nötig sind, konnten bereits in den Vorjahren installiert werden. Bestehende Herausforderungen im Ausbau, unter anderem durch schwierige örtliche Verhältnisse wie Bachquerungen, notwendige Abstimmungen und naturschutzrechtliche Vorgaben, sind in der Planung des mitplanenden Generalübernehmers weitgehend berücksichtigt. Als besonders planungs- und zeitintensiv haben sich in Gundelfingen bisher Kampfmittelverdachtspunkte, Abstimmungen zu Mitverlegungen und anspruchsvolle verkehrsrechtliche Sperrungen erwiesen, die zum Teil beispielsweise nur in den Schulferien durchgeführt werden können.
    

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