Rund 70 Prozent der Tiefbauarbeiten zum Ausbau der weißen Flecken in Gundelfingen sind fertiggestellt – Glasfaserarbeiten laufen
Zahlreiche Herausforderungen sind bei den Bauarbeiten zum staatlich geförderten Ausbau der weißen Flecken mit dem Bundesförderprogramm Breitband in Gundelfingen zu bewältigen. Doch die Arbeiten gehen weiter voran: Rund 70% der Tiefbauarbeiten für das Leerrohrnetz sind abgeschlossen. Parallel dazu laufen die Glasfaserarbeiten: An annähernd 40 % der Hausanschlüsse ist Glasfaser bereits in den Leerrohren.
Die Arbeiten zum staatlich geförderten Ausbau der weißen Flecken in Gundelfingen verzeichnen trotz zahlreicher Hürden weiter gute Fortschritte. Herausforderungen beim Bau haben sich durch vorhandene Fremdleitungen, örtliche Herausforderungen bei Bachquerungen, zusätzliche notwendige Abstimmungen, naturschutzrechtliche Vorgaben, Kampfmittelverdacht und Abhängigkeiten von Dritt-Firmen bei Mitverlegungen ergeben. Hinzu kommen anspruchsvolle verkehrsrechtliche Sperrungen, die teilweise nur zu bestimmten Zeiten wie z. B. während der Schulferien genehmigt werden. Die als mitplanender Generalübernehmer (mGÜ) im Auftrag des Zweckverbands für Planung und Bau des Ausbaus in Gundelfingen verantwortliche Menner Tiefbau GmbH hat all diese Herausforderungen Schritt für Schritt erfolgreich überwunden: Die Arbeiten gehen kontinuierlich voran, 70 % der Tiefbauarbeiten für den Ausbau der weißen Flecken sind in Gundelfingen abgeschlossen.
Die fertigen Abschnitte überwiegen die noch ausstehenden Bereiche bei Weitem. Gebaut werden muss noch in Pochgasse, Reutebach und an der Verbindung zur Talstraße über den Heuweilerweg. Aktuell in Bearbeitung sind eine Verbindung nach Freiburg (Wolfswinkel) und die Verbindung zum Verteiler-Gebäude PoP 2 (Point of Presence). Gleichzeitig wurde bereits der überwiegende Teil der geplanten Hausanschlüsse tiefbautechnisch hergestellt. Bei rund 40% davon sind zudem bereits die Glasfaserarbeiten abgeschlossen.
Nach Fertigstellung des kompletten Netzes folgen Dokumentation und Abnahme der Bauleistung durch den Zweckverband
Ein Hausanschluss und Hausanschlüsse generell sind nur ein kleiner und dennoch elementarer Baustein im entstehenden Netz. Wie die Leerrohre im Gehweg- und Straßenbereich erfolgt die Verlegung für den Hausanschluss Großteils im Tiefbau. Nach Durchverbinden der Leerrohre werden Glasfaserkabel mit Druckluft in die Leerrohre eingejettet. Ein Kabel kann mehrere hundert Fasern beinhalten. Einzelne Fasern in den Kabeln werden dann an verschiedenen Stellen im Netz durch Verschmelzen dauerhaft verbunden, dem sogenannten Spleißen. Welche Fasern miteinander verbunden werden müssen, wird im Vorfeld durch eine Spleißplanung ermittelt. So wird ein durchgängiges Netz mit Glasfaser erreicht.
Bevor das Netz in Betrieb geht, müssen alle Leerrohre gelegt und durchverbunden, Glasfaserkabel alle eingebracht und Verbindungen alle gespleißt sein. Die Hausanschlüsse müssen durchgängig mit Glasfaser vom Gebäude bis zum zentralen Verteiler (Point of Presence, PoP) durchverbunden werden und der PoP an das Backbone angeschlossen sein, welches mit dem Weitverkehrsnetz des Betreibers gekoppelt ist. Zudem muss die Dokumentation aller Trassen, Leitungen, Fasern und Faserverbindungen, Verteilern etc. lückenlos angefertigt werden. Nur mit dieser Dokumentation kann der Betreiber das Netz mit seinen vielen unterschiedlichen Bestandteilen später nachvollziehen.
Es ist ein umfangreicher Weg, den Ausbau vorzubereiten und all diese Arbeiten abzuschließen. Zwischen dem eigentlichen Baubeginn, der isolierten Herstellung eines einzelnen Hausanschlusses und der Inbetriebnahme des Netzes mit den durchverbundenen Anschlüssen können beim Erstausbau Monate oder sogar Jahre liegen.
