Nach Fertigstellung der Tiefbauarbeiten zum Ausbau der weißen Flecken in Heuweiler nähern sich auch die Glasfaserarbeiten dem Abschluss

Tiefbauarbeiten für den Ausbau der weißen Flecken in Heuweiler: Inzwischen sind die Tiefbauarbeiten in Heuweiler zu 100 Prozent fertiggestellt, Glasfaserarbeiten laufen noch. (Foto: Menner Tiefbau)

 
Die Bauarbeiten zum staatlich geförderten Ausbau der weißen Flecken mit dem Bundesförderprogramm Breitband sind in Heuweiler nach rund einem Jahr Bauzeit komplett fertiggestellt. Und auch die Glasfaserarbeiten gehen zügig voran: An mehr als 80 % der gebauten Hausanschlüsse ist bereits Glasfaser in den Leerrohren.

Die Tiefbauarbeiten in Heuweiler haben nach Abschluss einiger vorbereitender Arbeiten und Planungen durch den mitplanenden Generalübernehmer Menner Tiefbau gegen Ende des dritten Quartals letzten Jahres begonnen und sind kontinuierlich vorangekommen. Inzwischen sind mit den Bauabschnitten Dorfstraße, Dorfplatz, Gundelfinger Straße (innerorts), Hinterheuweiler, Am Kirchberg und Glottertalstraße alle Tiefbauarbeiten in Heuweiler fertiggestellt. Weit fortgeschritten sind auch die Arbeiten an der Backboneleitung Richtung Heuweiler, die mit den Tiefbauarbeiten in Gundelfingen hergestellt wird.

Glasfaserarbeiten nähern sich dem Abschluss
Mit den Tiefbauarbeiten wurden auch die im Ausbau geplanten Hausanschlüsse in Heuweiler hergestellt, bei denen zum großen Teil nach den teilweise parallel zum Tiefbau gestarteten Glasfaserarbeiten bereits Glasfaser in den Leerrohren liegt: Mehr als 80 % der Glasfaserarbeiten sind bisher abgeschlossen.

Arbeiten zum Ausbau der weißen Flecken in Heuweiler liegen im Zeitplan
Das Ortsnetz in Heuweiler umfasst die Glasfaserleitungen vom Point of Presence (PoP) bis in die Gebäude im weißen Fleck. Dieses vor Ort notwendige Verteilergebäude, das als zentrales Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone nötig ist, konnte bereits im vergangenen Jahr installiert werden.
Bestehende Herausforderungen im Ausbau, unter anderem durch schwierige örtliche Verhältnisse wie Bachquerungen, notwendige Abstimmungen und naturschutzrechtliche Vorgaben, sind in der Planung des mitplanenden Generalübernehmers berücksichtigt und gestalten sich bisher unproblematisch. Insgesamt liegt der Ausbau in Heuweiler im Zeitplan.

Nach Fertigstellung des kompletten Netzes folgen Dokumentation und Abnahme der Bauleistung durch den Zweckverband
Ein Hausanschluss und Hausanschlüsse generell sind nur ein kleiner und dennoch elementarer Baustein im entstehenden Netz. Wie die Leerrohre im Gehweg- und Straßenbereich erfolgt die Verlegung für den Hausanschluss Großteils im Tiefbau. Nach Durchverbinden der Leerrohre werden Glasfaserkabel mit Druckluft in die Leerrohre eingejettet. Ein Kabel kann mehrere hundert Fasern beinhalten. Im Netz kommen so viele tausend Fasern zusammen, bei der jede Faser dünner als ein menschliches Haar ist. Um einen Hausanschluss mit dem PoP zu verbinden werden einzelne Fasern in den Kabeln dann an verschiedenen Stellen im Netz durch Verschmelzen dauerhaft verbunden, dem sogenannten Spleißen. Welche Fasern miteinander verbunden werden müssen, wird im Vorfeld durch eine Spleißplanung ermittelt. So wird ein durchgängiges Netz mit Glasfaser, eine direkte Verbindung vom Haus bis zum PoP, erreicht.

Bevor das Netz in Betrieb geht, müssen alle Leerrohre gelegt und durchverbunden, Glasfaserkabel alle eingebracht und Verbindungen alle gespleißt sein. Die Hausanschlüsse müssen durchgängig mit Glasfaser vom Gebäude bis zum zentralen Verteiler (Point of Presence, PoP) durchverbunden werden und der PoP an das Backbone angeschlossen sein, welches mit dem Weitverkehrsnetz des Betreibers gekoppelt ist. Zudem muss die Dokumentation aller Trassen, Leitungen, Fasern und Faserverbindungen, Verteilern etc. lückenlos angefertigt werden. Nur mit dieser Dokumentation kann der Betreiber das Netz mit seinen vielen unterschiedlichen Bestandteilen später nachvollziehen. Es ist ein umfangreicher Weg, den Ausbau vorzubereiten und all diese Arbeiten abzuschließen. Zwischen dem eigentlichen Baubeginn, der isolierten Herstellung eines einzelnen Hausanschlusses und der Inbetriebnahme des Netzes mit den durchverbundenen Anschlüssen können beim Erstausbau Monate oder sogar Jahre liegen.
   

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