Erster Teil des Ortsnetzes zur Versorgung der weißen Flecken in Lenzkirch an den Betreiber überlassen
In Los I sind die Arbeiten von Bauunternehmen und Ingenieurbüro abgeschlossen, die abschließende Dokumentation liegt vor, die Abnahme der Bauleistungen durch den Zweckverband ist erfolgt. Damit konnte der Verband das Teilnetz an den Betreiber überlassen. Mit Überlassung ist für den Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald (ZVBBH) ein zentraler Schritt zum staatlich geförderten Glasfaserausbau der unterversorgten Adressen im weißen Fleck erreicht.
Kommunaler Breitbandausbau ist freiwilliger Ausbau und bedeutet gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsteilung. Glasfaser-Infrastruktur kann kommunal unter bestimmten Voraussetzungen errichtet werden, den Betrieb darf nur ein privates Telekommunikationsunternehmen erbringen. In Lenzkirch ist der kommunale Part in Los I fertig: Die Leistungen zum Netzbau im staatlich mit Förderung unterstützten Glasfaserausbau der unterversorgten Adressen im weißen Fleck sind zu 100 % abgeschlossen.
14 Kilometer Trassen in drei Jahren gebaut – Teilnetz in Los I überlassen
Insgesamt wurden im Los I seit dem offiziellen Baustart im Juli 2023 rund 14.000 Meter Trasse zur Errichtung des Glasfasernetzes gebaut und mehr als 200 Hausanschlüsse tiefbautechnisch realisiert. Ein Verteilergebäude (Point of Presence, PoP) wurde aufgestellt und betriebsfertig montiert, Tausende Meter Glasfaserleitungen verlegt und durchverbunden. Nach der Dokumentation des entstandenen Netzes mit all seinen Bestandteilen und Verbindungen und der Abnahme der Bauleistungen durch den Zweckverband Breitband ist nun die Überlassung des fertigen Teilnetzes an den Betreiber erfolgt.
Vodafone bereitet nach Überlassung Netz-Inbetriebnahme in einigen Monaten vor
Während der Verband ein Netz nur unter bestimmten Voraussetzungen aufbauen darf, sind Betrieb und Dienste-Angebot auf dem Netz ausschließlich über den privaten Markt zulässig. Die an Vodafone überlassene Dokumentation des Netzes dient dem Betreiber dazu, das Netz zu verstehen und bspw. nachvollziehen zu können, welche der vielen tausend im PoP ankommenden Fasern jene ist, die dezidiert eine bestimmte Adresse erreicht. Der Betreiber akzeptiert eine Überlassung nur bei vollständiger Dokumentation, die gleichzeitig Nachweis für das betriebsfähige Netz ist.
Um das überlassene Teilnetz in Betrieb zu nehmen, überführt der Betreiber zunächst alle Angaben und Verbindungsdaten in das Vodafone-System, wo diese dokumentiert werden. Das benötigt beim Betreiber einige Monate Zeit. Vodafone ist alleiniger Ansprechpartner für den Netzbetrieb und alle damit verbundenen Belange.
Vodafone kontaktiert Anschlussnehmer im Laufe der Anschlussinbetriebnahme
Nach Abschluss der Vorbereitungen zur Netzinbetriebnahme plant Vodafone schriftlich über den Beginn der Anschlussaktivierungen zu informieren sowie grundsätzlich weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten für Fragen der Anschlussnehmer bereitzustellen. Im weiteren Verlauf der Inbetriebnahme wird Vodafone die Anschlussnehmer, die einen Vertrag mit Vodafone abgeschlossen haben, wegen der Aktivierung des jeweiligen Anschlusses kontaktieren.
Verbleibende Planungsleistungen werden in Los II neu vergeben
Im Los II, in dem die Planungsarbeiten durch den bisherigen Planungsdienstleister weniger weit fortgeschritten sind als ursprünglich geplant, wurden die verbleibenden Planungsleistungen neu ausgeschrieben. Im Anschluss an die Ausschreibung wird der dann nachrückende Planungs- und Ingenieurdienstleister die Bauleistungen im Los ausschreiben.
In Los III (Gewerbegebiet) ist der Abschluss der reinen Tiefbauarbeiten seit einiger Zeit erfolgt. Die Aufnahme der Glasfaserarbeiten setzt zur abschließenden Durchführung Baufortschritt in Los II voraus. Als Auflage im Bundesförderprogramm Breitband zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck musste das Gewerbegebiet gesondert zum Bau ausgeschrieben werden. Mit Glasfaser physisch angebunden wird das Gewerbegebiet über Los II, in dem im September die Installation eines zentralen Verteilergebäudes erfolgt, an den das Gewerbegebiet Anschluss erhält.
Förderung und Engagement machen die Gemeinde bei Telekommunikationstechnik zukunftssicher
Für den Ausbau der weißen Flecken in Los I in Lenzkirch rund 4,8 Millionen Euro investiert. Der Bund fördert den Ausbau über das Bundesförderprogramm Breitband. Das Land fördert über die VWV-Mitfinanzierung und über die frühere Landesförderung den Bau des Backbone. Konzeption und Förderbeantragung, Planung, Bau und Projektleitung und das Engagement und intensive Zusammenspiel zahlreicher Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen, der Behörden, der Gemeinde, des Zweckverbands Breitband und nicht zuletzt der Anschlussnehmer haben den – nicht immer einfachen – Ausbau möglich gemacht und damit die Gemeinde Lenzkirch im Bereich Telekommunikationstechnik auf Jahrzehnte zukunftssicher aufgestellt. Das Netz ist erweiterbar und kann zukünftige Bedarfe abbilden.
