Erster Teil des Ortsnetzes zur Versorgung der weißen Flecken in Friedenweiler an den Betreiber überlassen

Zentrales Verteilergebäude PoP2: Mit der Überlassung des Teilnetzes in Rötenbach wurden exemplarisch ausgewählte Netzbestandteile besichtigt und geprüft. Das in Mühlewiesen installierte Pop-Gebäude (Point of Presence) ist elementarer Bestandteil des überlassenen Teilnetzes.


Die Arbeiten des Zweckverbands Breitband Breisgau-Hochschwarzwald (ZVBBH) zum Ausbau mit dem Bundesförderprogramm zum Infrastrukturausbau im weißen Fleck in Friedenweiler-Rötenbach sind durchgeführt, die abschließende Dokumentation liegt vor, die Abnahme der Bauleistungen durch den Zweckverband ist erfolgt. Jetzt konnte das Teilnetz des Verbands in Rötenbach an den Betreiber überlassen werden. Betreiber des Verbandsnetzes im weißen Fleck ist Vodafone GmbH. Mit Überlassung an den Betreiber ist für den Zweckverband Breitband ein zentraler Meilenstein für den staatlich geförderten Glasfaserausbau der unterversorgten Adressen im weißen Fleck in Friedenweiler erreicht.

Kommunal freiwilliger Breitbandausbau bedeutet gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsteilung. Glasfaser-Infrastruktur kann kommunal unter bestimmten Voraussetzungen errichtet werden, den Betrieb darf nur ein privates Telekommunikationsunternehmen erbringen. In Friedenweiler ist der kommunale Part für das erste der beiden Teilnetze fertig: Die Arbeiten zum staatlich geförderten Glasfaserausbau der unterversorgten Adressen im weißen Fleck sind in Rötenbach zu 100 % abgeschlossen. Auch im Kernort Friedenweiler sind die Trassenarbeiten abgeschlossen, derzeit laufen neben Nacharbeiten bereits Vorbereitungen zur Überlassung.

24 Kilometer Trassen in zwei Jahren gebaut – Teilnetz in Rötenbach überlassen
Insgesamt wurden seit dem offiziellen Baustart im Juli 2024 rund 24.000 Meter Trasse zur Errichtung des Glasfasernetzes in Friedenweiler gebaut und mehr als 350 Hausanschlüsse tiefbautechnisch realisiert. Zwei Verteilergebäude (Point of Presence, PoP) wurde aufgestellt und betriebsfertig montiert, Tausende Meter Glasfaserleitungen verlegt und durchverbunden. Nach der Dokumentation des entstandenen Netzes mit all seinen Bestandteilen und der Abnahme der Bauleistungen durch den Zweckverband Breitband ist nun die Überlassung des fertigen Teilnetzes in Rötenbach an den Betreiber erfolgt. Den Netzbetrieb für das Verbandsnetz im weißen Fleck leistet Vodafone GmbH.

Vodafone bereitet nach Überlassung Netz-Inbetriebnahme in einigen Monaten vor
Während der Verband ein Netz nur unter bestimmten Voraussetzungen aufbauen darf, sind Betrieb und Dienste-Angebot auf dem Netz ausschließlich über den privaten Markt zulässig. Die an Vodafone überlassene Dokumentation des Netzes dient dem Betreiber dazu, das Netz zu verstehen und bspw. nachvollziehen zu können, welche der vielen tausend im PoP ankommenden Fasern jene ist, die dezidiert eine bestimmte Adresse erreicht. Der Betreiber akzeptiert eine Überlassung nur bei vollständiger Dokumentation, die gleichzeitig Nachweis für das betriebsfähige Netz ist.

Um das überlassene Teilnetz in Betrieb zu nehmen, überführt der Betreiber zunächst alle Angaben und Verbindungsdaten in das Vodafone-System, wo diese dokumentiert werden. Das benötigt beim Betreiber einige Monate Zeit.

Vodafone kontaktiert Anschlussnehmer im Laufe der Anschlussinbetriebnahme
Nach Abschluss der Vorbereitungen zur Netzinbetriebnahme plant Vodafone Kunden schriftlich über den Beginn der Anschlussaktivierungen zu informieren sowie grundsätzlich weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten für Fragen der Anschlussnehmer bereitzustellen. Im weiteren Verlauf der Inbetriebnahme wird Vodafone die Anschlussnehmer, die einen Vertrag mit Vodafone abgeschlossen habe, wegen der Aktivierung des jeweiligen Anschlusses kontaktieren.

Förderung und Engagement machen die Gemeinde bei Telekommunikationstechnik zukunftssicher
Insgesamt wurden für den Ausbau der weißen Flecken in Friedenweiler rund 7,5 Millionen Euro investiert. Der Bund fördert den Ausbau über das Bundesförderprogramm Breitband. Das Land fördert über die VWV-Mitfinanzierung und über die frühere Landesförderung den Bau des Backbone. Konzeption und Förderbeantragung, Planung, Bau und Projektleitung und das Engagement und intensive Zusammenspiel zahlreicher Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen, der Behörden, der Gemeinde, des Zweckverbands Breitband und nicht zuletzt der Anschlussnehmer haben den – nicht immer einfachen – Ausbau möglich gemacht und damit die Gemeinde Friedenweiler im Bereich Telekommunikationstechnik auf Jahrzehnte zukunftssicher aufgestellt. Das Netz ist erweiterbar und kann zukünftige Bedarfe abbilden.

     

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