Breitbandausbau in Falkensteig: Tiefbauarbeiten zum Ausbau weißer Flecken während B31-Sperrung in fünf Tagen planmäßig abgeschlossen

Ein 60-köpfiger Bautrupp von Leonhard Weiss war während der fünftägigen Sperrung der B31 in Falkensteig für Tiefbauarbeiten im Einsatz. 1,2 Kilometer Trasse wurden gebaut. (Fotos: Leonhard Weiss GmbH)


Die Tiefbauarbeiten für den Ausbau der weißen Flecken in Buchenbach sind im Ortsteil Falkensteig entlang der B31 durch Leonhard Weiss GmbH während einer fünftägigen Vollsperrung planmäßig abgeschlossen worden. Gebaut wurde vom 5. bis 9. Oktober von einem 60-köpfigen Bauteam rund um die Uhr in drei Schichten. In dieser Zeit entstanden für die förderfähigen Adressen 1.230 Meter Glasfasertrasse entlang der B31, acht Straßenquerungen mit insgesamt rund 70 Metern Länge und 34 Hausanschlüsse.

Gebaut wurde bei Wind und Wetter im 24-Stunden-Betrieb in drei Schichten.

Die Tiefbauarbeiten des Zweckverbands Breitband Breisgau-Hochschwarzwald für den geförderten Gasfaserausbau in Falkensteig sind abgeschlossen, die nötigen Rohrverbände sind gelegt. Durchgeführt werden konnten die Arbeiten im tiefbautechnisch besonders anspruchsvollen Abschnitt des Glasfaserausbaus als Teil eines umfangreichen Maßnahmenpakets während der Vollsperrung der B31 vom 5. bis 9. Oktober. Der Fachbereich Straßenbetrieb des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald koordinierte dabei verschiedene Sanierungs-, Unterhaltungs- und Ausbauarbeiten entlang der Bundesstraße.

1.230 Meter Trasse und acht Straßenquerungen in fünf Tagen

Der Tiefbau stellte hohe Anforderungen an Planung und Logistik. Der Baugrund bestand teilweise aus Beton und Fels, zugleich stand für die Umsetzung nur ein räumlich begrenztes Baufeld zur Verfügung. Hinzu kamen weitere parallellaufende Arbeiten entlang der B31. Die verschiedenen Gewerke mussten deshalb bereits im Vorfeld eng aufeinander abgestimmt und während der Sperrung fortlaufend koordiniert werden. Trotz dieser Rahmenbedingungen konnten die vorgesehenen Arbeiten durch Leonhard Weiss GmbH innerhalb des kurzen Zeitfensters abgeschlossen werden. Im 24-Stunden-Betrieb hat das 60-köpfige Bauteam in drei Schichten 1.230 Meter Glasfasertrasse, acht Straßenquerungen mit insgesamt 70 m Länge, 34 Hausanschlüsse und eine rund 50-Meter Brückenanhängung umgesetzt. Möglich wurde das durch die frühzeitige Abstimmung zwischen dem Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald, der Gemeinde Buchenbach, der mit Planung und Bau beauftragten Firma Leonhard Weiss und den zuständigen Stellen des Landratsamtes.

Bereits vor Beginn des Ausbaus war klar, dass Falkensteig aufgrund der stark befahrenen B31 besondere Anforderungen stellen würde, was bei einigen Anwohnern in Falkensteig zu der Sorge führte, der Ortsteil würde im Breitbandausbau der weißen Flecken ausgespart. Doch der Ausbau durch den Zweckverband war gesetzt. Gemeinsam wurden deshalb frühzeitig Lösungen ausgelotet, die Bauzeit möglichst kurz zu halten und gleichzeitig die Belastungen für Verkehr und Anwohnerschaft zu begrenzen. Die kurzfristig erforderliche Vollsperrung der B31 hat schließlich die Möglichkeit geboten, die Tiefbauarbeiten für den Glasfaserausbau gebündelt durchzuführen.

Schon beim Spatenstich im September 2025 hatte Buchenbachs Bürgermeister Ralf Kaiser betont, „dass wir gemeinsam mit dem Zweckverband und den beteiligten Unternehmen die noch bestehenden Herausforderungen gerade auch für Falkensteig meistern werden, damit im förderfähigen Bereich bald allen Bürgerinnen und Bürgern eine leistungsfähige Internetverbindung zur Verfügung steht.“

Jetzt gehört Falkensteig zu den ersten Bereichen, in denen der Tiefbau für die Leerrohrleitungen zum Ausbau der weißen Flecken in Buchenbach abgeschlossen ist.

Matthias Riesterer, stellvertretender Bürgermeister, Gemeinderat in Buchenbach und selbst Anwohner in Falkensteig, zieht eine positive Bilanz: „Die Arbeit war sehr gut koordiniert, die Bautrupps haben sich, soweit es möglich war, mit den Anwohnern abgestimmt und die Zusammenarbeit war wirklich gut.“ Auch die nächtlichen Arbeiten seien angesichts des kurzen Bauzeitraums für den künftigen Glasfaseranschluss auf breite Akzeptanz gestoßen.

54 Kilometer Trasse in Umsetzung

Der Glasfaserausbau in Buchenbach erfolgt im Rahmen des Bundesförderprogramms zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck. Das Ausbaugebiet zur Erschließung der bislang unzureichend mit schnellem Internet versorgten Bereiche in Buchenbach gehört mit insgesamt rund 54 Kilometer Tiefbautrasse zu den vergleichsweise großen Maßnahmen im Breitbandausbau des Zweckverbands. Zunächst werden Rohrverbände verlegt, in die anschließend die Glasfaserkabel eingezogen werden. Zusätzlich wird das „Upgrade graue Flecken“ des Bundes durch den Zweckverband umgesetzt, mit dem förderfähige hellgraue Flecken entlang der Trassen angebunden werden, die bislang über weniger als 100 Mbit/s verfügen und für die kein eigenwirtschaftlicher Ausbau vorgesehen ist.

Nach dem Einzug der Glasfaserkabel werden diese durchverbunden, sodass eine durchgängige Verbindung vom Gebäudeanschluss bis zum zentralen Verteiler, dem sogenannten Point of Presence (PoP), entsteht. Nach Abschluss und Dokumentation der Arbeiten kann die Netzinfrastruktur an den Betreiber übergeben werden.

  

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