Buchenbach: Nach dem Abschluss der Genehmigungs- und Ausführungsplanung startet die Ausführung der Tiefbauarbeiten

Der Tiefbau-Start steht bevor: Vor dem Beginn der Tiefbauarbeiten für den Trassenbau hat Leonhard Weiss die zeitintensive und komplexe Genehmigungs- und Ausführungsplanung und umfassende Arbeiten im Hintergrund abgewickelt


Die Genehmigungs- und Ausführungsplanung für die Ausführung der Tiefbauarbeiten in Buchenbach steht kurz vor dem Abschluss durch den mitplanenden Generalübernehmer. Sie ist grundlegend für die danach folgenden Tiefbauarbeiten.

Nach der Aufstellung der notwendigen zentralen Verteilergebäude, sogenannte „Point of Presence“ (PoP) im November in Buchenbach hatten aufmerksame Beobachter in der Gemeinde zu berichten, es sei „ruhig um das Thema Glasfaserausbau geworden“. Tatsächlich konnten nur vereinzelt Spateneinsätze bei vorbereitenden Arbeiten und an manchen Stellen nicht eindeutig zuzuordnende Aktivitäten beobachtet werden. Gleichzeitig ging es bei den nach außen hin unsichtbaren Planungsarbeiten in den vergangenen Monaten jedoch hoch her. 54 Kilometer Trassen verlangen Planung für den Bau: Grundstücksnutzungsverträge und Trassenführungen wurden geprüft und validiert, Lagerflächen und Abraumlogistik gesichert, Genehmigungen beantragt und eingeholt, die für den Breitbandausbau in Buchenbach insbesondere im Bereich Natur- und Gewässerschutz herausfordernd sind. Viele sensible Schutzgüter, der geologische Untergrund mit Fels und anstehendem Gestein unter einer häufig nur gering mächtigen Humusschicht müssen berücksichtigt werden, bestehende zentrale Verkehrsinfrastrukturen erfordern feine Abstimmungen in der Projektierung – die Genehmigungs- und Ausführungsplanung lief auf Hochtouren. Sie ist in Deutschland insbesondere durch die Vielzahl der dabei zu beteiligenden Akteure in allen Bereichen sehr aufwändig und zeitlich nur schwer vorhersagbar.

Aktuell meldet der verantwortliche mitplanende Generalübernehmer Leonhard Weiss GmbH (LW), dass die Planung vor dem Abschluss steht. Insgesamt hat die Detailplanung für den Trassenverlauf in der Flächengemeinde den erwarteten Zeitaufwand erfordert. Beginn der wesentlichen Tiefbauarbeiten ist LW zufolge weiterhin in diesem Sommer vorgesehen.

Der Ausbau in Buchenbach erfolgt im Rahmen des Bundesförderprogramms zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck. Das Gebiet für die Anbindung der sogenannten weißen Flecken in Buchenbach umfasst insgesamt rund 54 km Trasse im Tiefbau, in die zunächst Rohrverbände gelegt werden - eine vergleichsweise große Maßnahme. Das „Upgrade graue Flecken“ des Bundes, mit dem trassenanliegende hellgraue Flecken (weniger als 100 Mbit/s und Marktversagen) auf dem Weg zum weißen Fleck gefördert angebunden werden können, soll beim Ausbau ebenfalls umgesetzt werden. Nach Fertigstellung der Rohrleitungen erfolgt der Einzug der Glasfaserkabel. Diese werden später durchverbunden, so dass eine durchgängige Verbindung vom Gebäudeanschluss bis zum PoP als zentralen Verteiler besteht. Nach Abschluss aller Arbeiten erfolgt die Dokumentation, mit der zuletzt die Überlassung an den Betreiber durchgeführt wird.

Der Bau im Ortsnetz wird mit Mitteln des Bundes aus dem Programm zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck und der Kofinanzierung des Landes unterstützt. Er unterliegt damit vollständig den Regelungen und Vorgaben von Bund und Land als Zuwendungsgeber. Beim Aufbau des Backbones kommt Zuwendung aus dem früheren Landesförderprogramm zum Einsatz.

  

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