Vektorübertragene Erkrankungen durch Zecken und Tigermücken

Borreliose, FSME oder Denguefieber

Als sogenannte Vektoren können u.a. Zecken und Stechmücken durch ihre Stiche bestimmte Krankheitserreger auf den Menschen übertragen. Dazu gehören beispielsweise Borrelien, FSME-, Dengue- oder West-Nil-Viren.   

Stechmücken und asiatische Tigermücken

Eine schwarz-weiße Tigermücke
Tigermücke mit auffälliger Zeichnung. (Bild: Björn Pluskota, KABS e.V.)

Die meisten Mückenstiche in Deutschland sind zwar lästig – in der Regel bislang aber harmlos. Durch Mücken übertragbare Krankheiten wie Malaria, West-Nil-, Dengue-, Chikungunya- oder Zikafieber treten bei uns meist bei Reiserückkehrern auf, die sich noch im Reiseland angesteckt haben. Für das West-Nil-Virus jedoch wissen wir, dass es auch innerhalb von Deutschland durch die hier heimische Culex-Mücke von erkrankten Tieren (meist Vögel/Pferde) auf den Menschen übertragen werden kann. Hiervon betroffen waren bislang vorwiegend die nordöstlichen Gebiete Deutschlands.

Bedingt durch günstige klimatische Bedingungen breitet sich bei uns im Südwesten hingegen die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) zunehmend aus. Die Stechmücke wird vor allem als aggressiv und sehr lästig empfunden, da sie auch tagsüber sticht. Sie könnte aber auch das Chikungunya-, Dengue- oder Zika-Virus auf den Menschen übertragen. Mit zunehmender Ausbreitung der Tigermücke steigt das Risiko, dass unsere Mücken infizierte Reiserückkehrer stechen und hier die Erkrankungen auf andere Personen weiter übertragen.   

Bei Reisen ins Ausland

  • Informieren Sie sich schon vor Ihrer Reise über mögliche Ansteckungsrisiken in Ihrem Urlaubsland, um an entsprechende Schutzmaßnahmen zu denken. Informationen hierzu bekommen Sie beispielsweise über Ihre/n Reisemediziner/in oder das Auswärtige Amt.
  • Achten Sie auch nach Ihrer Reiserückkehr aus einem Land mit Ansteckungsrisiko für 2 Wochen auf einen ausreichenden Mückenschutz. Falls Sie sich unbemerkt angesteckt haben sollten, verhindern Sie so eine Übertragung der Erreger von sich auf andere. Achten Sie nach der Rückkehr aus einem Land mit Ansteckungsrisiko auf eventuelle Symptome und besprechen Sie diese frühzeitig mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin. So helfen Sie mit, die Erkrankung rasch zu identifizieren und eine weitere Ausbreitung möglichst gut einzudämmen.

Mückenübertragene Erkrankungen:

Wohnen im einheimischen Gebiet mit Tigermücken

Helfen Sie bitte mit, die Tigermückenpopulation in Ihrer Region einzudämmen. Die wichtigste Maßnahme hierbei ist, Brutstätten zu vermeiden.

Das Landesgesundheitsamt (LGA) bietet interessierten Bürgern und Kommunen neben vielen nützlichen Tipps und Anregungen auch Informationsbroschüren und Plakate zum Selbstdruck an. Die betroffenen Gemeinden in unserem Landkreis  und die Stadt Freiburg sind für das Thema Tigermücke sensibilisiert und aktiv: informieren Sie sich über die entsprechenden Internetauftritte/Veröffentlichungen Ihres Wohnortes über aktuelle Informationsveranstaltungen, Projekte und Unterstützungsangebote.

   

Gut zu wissen

Aktionen vor Ort

Zeckenübertragene Erkrankungen  

Die bekanntesten in Deutschland von Zecken übertragenen Erreger sind Borrelien und Viren, welche die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) hervorrufen. Baden-Württemberg gilt dabei als FSME-Risikogebiet. 
Sie können sich am besten vor einer durch Zecken übertragenen Infektion schützen, indem Sie:

Zeckenbisse vermeiden, Zecken rasch entfernen und sich gegen FSME impfen.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit bietet einen kostenlosen FSME-Impfcheck und viele wertvolle und praktische Tipps rund um das Thema. Auch das Robert Koch Institut informiert stets aktuell zu  zeckenübertragenen Erkrankungen und darüber, wohin gefundene Zecken für wissenschaftliche Untersuchungen eingeschickt werden können.

Gut zu wissen

    

Das Gesundheitsamt

  • überwacht die meldepflichtigen, durch Vektoren übertragbare Erkrankungen
  • arbeitet eng mit den meldenden Ärzten, Laboren sowie übergeordneten Behörden zusammen, um die gemeldeten Erkrankungen zügig zu identifizieren/verifizieren und eine weitere Ausbreitung rasch einzudämmen
  • berät Gemeinden/Kommunen bei Erstfunden von Tigermücken

Kontakt

Dr. Simone Brass
Fachbereich Gesundheitsschutz
Telefon 0761 2187-3212