In Au und Wittnau starten die Tiefbauarbeiten zum Glasfaserausbau der „weißen Flecken“
- Gemeinsamer symbolischer Spatenstich zum offiziellen Beginn der Bauarbeiten für den Glasfaserausbau in Au und Wittnau mit dem Bundesförderprogramm „weiße Flecken“
- 1,6 Millionen Euro für die Anbindung der weißen Flecken in beiden Gemeinden
- Insgesamt 7 Kilometer Trassenbau
Mit einem gemeinsamen symbolischen Spatenstich haben am 11. September 2025, offiziell die Bauarbeiten zum Glasfaser-Breitbandausbau der unterversorgten Adressen im weißen Fleck in Au und Wittnau begonnen. Die Gemeinden Au und Wittnau sind Mitglied im Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald, der für seine Mitglieder ein Glasfasernetz errichtet.
28. und 29. Spatenstich seit dem Beginn des Zweckverband-Ausbaus im Verbandsgebiet
„Mit diesem gemeinsamen symbolischen Spatenstich feiern wir heute den offiziellen Baustart in der 28. und 29. Gemeinde für den Ausbau der ‚weißen Flecken‘ im Verbandsgebiet“, erklärte der Verbandsvorsitzende des Zweckverbands, Landrat Dr. Christian Ante, in seiner Begrüßungsrede. „Der Baubeginn in Au und Wittnau markiert weitere Meilensteine im Entwicklungsprozess und auf dem weiten Weg, den wir bisher zum Aufbau einer komplett neuen Glasfaser-Infrastruktur im Landkreis gegangen sind.“
Der Baustart in Au und Wittnau erfolgt nach absolvierter Vorbereitungszeit, in der neben der Vorplanung mit den Gemeinden insbesondere der mehrstufige und komplexe Verfahrensweg bis zur Bewilligung von Bundes- und Landesfördermitteln sowie den EU-weiten Ausschreibungsverfahren beschritten wurde. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,6 Millionen Euro für die Anbindung der weißen Flecken (Bandbreite von weniger als 30 Mbit/s und Marktversagen) in beiden Gemeinden, umfasst das Gebiet rund 4 Kilometer Trassenbau in Au und gute 3 km in Wittnau. Das „Upgrade graue Flecken“ des Bundes, mit dem trassenanliegende hellgraue Flecken (weniger als 100 Mbit/s) auf dem Weg zum weißen Fleck gefördert angebunden werden können, soll beim Ausbau ebenfalls zum Zuge kommen.
Neue Möglichkeiten für Wirtschaft, Verwaltung, Bildung und Freizeit in Au und Wittnau
Mit der baulichen Umsetzung beginnt Leonhard Weiss GmbH (LW) als mitplanender Generalübernehmer im Anschluss an den symbolischen Spatenstich.
Mit dem Abschluss der Tiefbauarbeiten und den darauffolgenden Glasfaserarbeiten rechnet das ausführende Unternehmen nach derzeitiger Planung im Sommer 2027. Nach der anschließenden notwendigen Dokumentation kann das Netz dann voraussichtlich im Spätsommer 2027 an den Betreiber Vodafone zur Inbetriebnahme übergeben werden.
„Der Glasfaserausbau ist als Grundlage für eine zukunftssichere, leistungsfähige digitale Infrastruktur für unsere Gemeinden immens wichtig“, erklärten die 1. stellvertretende Bürgermeisterin für Wittnau, Dr. Susanne Kreusel und der 1. stellvertretende Bürgermeister für Au, Dieter Bauer, die in Vertretung für Bürgermeister Kindel gemeinsam die Begrüßungsrede für die Gemeinden übernahmen. „Mit dem Ausbau werden über das schnelle Internet neue Möglichkeiten für Wirtschaft und Verwaltung, Bildung und Freizeit in Au und Wittnau geschaffen. Wir freuen uns, dass es dank der intensiven, vorbereitenden Arbeit des Zweckverbands jetzt mit dem Ausbau losgeht.“
Anteilige Förderung von Bund und Land für den Ausbau
Unterstützt wird der Bau im Ortsnetz über das Bundesförderprogramm Breitband zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck sowie über die Mitfinanzierung des Landes Baden-Württemberg. Für den Ausbau des Zweckverbands Breitband in Au und Wittnau haben Bund und Land Zuwendungen in vorläufiger Höhe bewilligt. 50% der förderfähigen Kosten werden nach Abschluss vom Bund gefördert, 40% vom Land. Ein kommunaler Eigenanteil von 10% verbleibt, für den der Zweckverband ebenso wie für das Gesamtprojekt die Vorfinanzierung leistet.
Der Backbone-Bau erhält Zuwendung aus dem früheren Landesförderprogramm.
Gesamtprojekt des Zweckverbands
Als kommunaler Zusammenschluss verfolgt der Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald das freiwillige Ziel, ein zusammenhängendes Glasfasernetz für seine Mitgliedskommunen aufzubauen. Das Netz wird in unterversorgten Gebieten ausgebaut, für die der dafür zuständige Markt keinen eigenwirtschaftlichen Ausbau durchführt. Das Investitionsvolumen des Verbands liegt derzeit bei rund 420 Millionen Euro für die unterversorgten Bereiche und den Aufbau des Backbones. Bund und Land leisten über Zuwendungen entscheidende finanzielle Unterstützung, ohne die der Infrastrukturaufbau nicht realisierbar wäre.
Betreiber des Verbandsnetzes ist Vodafone GmbH. Nach Netzfertigstellung übernimmt Vodafone Wartung und Betrieb. Das Netz verbleibt im Eigentum des Zweckverbands Breitband Breisgau-Hochschwarzwald.
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