Ausbau weißer Flecken: Tiefbauarbeiten in Auggen machen planmäßige Fortschritte

     
Die Tiefbauarbeiten durch Menner Tiefbau starteten in Auggen unmittelbar nach dem Spatenstich im April 2025. Bisher konnten rund 30 % der notwendigen Tiefbauarbeiten abgeschlossen werden.

Die Tiefbau- und Glasfaserarbeiten durch den im Auftrag des Zweckverbands für Planung und Bau verantwortlichen mitplanenden Generalübernehmer Menner Tiefbau GmbH in Auggen gehen planmäßig voran. Die Bauabschnitte BA5 und BA6 sind bereits fertiggestellt, BA1 und BA3 befinden sich kurz vor der Fertigstellung. Damit sind nach bisher 6 Monaten Bauzeiten bereits 30 % der notwendigen Tiefbauarbeiten fertiggestellt. Baubeginn in BA2 wird voraussichtlich Anfang November sein.

Glasfaserarbeiten erfolgen abschnittsweise
70 Hausanschlüsse konnten bislang tiefbautechnisch hergestellt werden, bei 30 davon wurden bereits Glasfaserarbeiten durchgeführt. Die Glasfaserarbeiten erfolgen in der Regel abschnittsweise nach Abschluss der Tiefbauarbeiten im jeweiligen Abschnitt.

Enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde
Abgesehen von einer Verzögerung von etwa 12 Wochen aufgrund von außerordentlichen Abstimmungen mit Behörden im Bereich Natur- und Wasserschutz sowie insbesondere Einschränkungen durch den Bau der Rheintalbahn verlaufen die Arbeiten des Generalübernehmers insgesamt planmäßig. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den beteiligten Versorgern konnten bis zum heutigen Baufortschritt alle Herausforderungen, die ein Ausbau in dieser Größenordnung beinahe zwangsläufig mit sich bringt, erfolgreich gelöst werden.
Besonders herausfordernd waren bisher die Querungen der Bahntrasse und der Bundesstraße sowie die Abstimmung mit bestehenden Leitungen und die teilweise enge Verkehrsführung. Aufgrund der Kampfmittelerkundung ist beim Ausbau zudem erhöhte Vorsicht erforderlich.

Spülbohrungen und Pflugverfahren im Tiefbau
Beim Ausbau in Auggen kommen neben klassischen Tiefbauverfahren (offene Bauweise) auch Spülbohrtechnik und Pflugverfahren zum Einsatz. Bei Spülbohrungen ist vor Beginn der Bohrarbeiten jeweils eine Freigabe durch Sondierungen im Rahmen der Kampfmittelerkundung erforderlich. Das Pflugverfahren wird voraussichtlich im Bereich Richtung dem Müllheimer Ortsteil Feldberg eingesetzt, da laut aktueller Erkundung dort kein Kampfmittelverdacht besteht.
   

Hausanschluss wird nach der Fertigstellung des Netzes mit der Inbetriebnahme aktiviert

Grundsätzlich gilt für den Glasfaserausbau, dass abschnittsweise gebaut wird und die Abschnitte im Projektverlauf sukzessive durchverbunden werden. Im Tiefbau erfolgt dafür zunächst die Verlegung von Leerrohren, die zu einem durchgängigen Leerrohrnetz durchverbunden werden. In das Leerrohrnetz erfolgt der Einzug der Glasfaserkabel. In einem Kabel befinden sich teils mehrere hundert einzelne Fasern aus Glas, die dünner als ein menschliches Haar sind. Vom Hausanschluss über den Verteilerbereich werden die Fasern durch Spleißen verbunden. Im Glasfaserausbau kommen so viel tausend Glasfaserverbindungen zustande. Zentrale Verteiler im Netz sind die Point of Presence (PoP). Die PoP-Gebäude im Glasfasernetz sind das Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone. Hier laufen die Glasfaserkabel zusammen und die einzelnen Fasern werden für die Datenleitung ins weltweite Netz verbunden.

Am Ende sind die Fasern vom Hausanschluss bis zum PoP als durchgängige Leitung vorhanden. Sie münden im PoP, wo die Umsetzung der Signale auf das Backbone und darüber zurück auf das Ortsnetz erfolgt. Erst dann kann das Netz mit den für den Ausbau im weißen Fleck geförderten Hausanschlüssen in Betrieb gehen. Kein Hausanschluss, unabhängig davon, wann er baulich fertiggestellt wurde und in welchem Ortsteil er liegt kann vor der Inbetriebnahme des Netzes aktiviert werden.

  

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