Glasfaser-Verteilergebäude in Au aufgestellt: Im „Point of Presence“ laufen alle Fasern zusammen

Das zentrale Verteilergebäude, der sogenannte „Point of Presence“ (PoP), wurde im November aufgestellt. Foto: Leonhard Weiss GmbH

 
Mit der Aufstellung des für das Glasfasernetz im Ort notwendigen Glasfaser-Verteilergebäudes, dem sogenannten „Point of Presence“ (PoP) ist im Ausbau der weißen Flecken in Au nach dem Spatenstich im September ein weiterer sichtbarer Meilenstein erreicht.

Für die Aufstellung und Installation von zentralen Verteilergebäuden vor Ort, gilt es schon bei der Planung im Vorfeld einiges zu berücksichtigen. So ist bereits die Wahl des Standorts von zahlreichen Kriterien abhängig. Dazu gehört neben den hauptsächlichen Netz- und den bautechnischen Anforderungen unter anderem auch, dass der Standort für die Aufstellung zugänglich sein muss. Beispielsweise wird darauf geachtet, dass der Bereich frei von Hochleitungen ist. Bauartbedingt wird der PoP in einem Stück geliefert und benötigt dafür einen Schwertransport. Wegen der damit verbundenen hohen Anforderungen ist mit der Lieferung eine intensive Vorbereitung verbunden.

Aufstellung mit Autokran
Die rund 5 mal 3 Meter große und 26 Tonnen schwere Pop-Station für Au wurde am 21. November geliefert und mit einem Autokran vom Schwertransport-LKW in die vorbereitete Stationsgrube versetzt. Die Aufstellung wurde von einem Team von Leonhard Weiss (LW) koordiniert. LW ist in Au als mitplanender Generalübernehmer vom Zweckverband mit der Umsetzung des Breitbandausbaus der weißen Flecken beauftragt und verantwortet als mitplanender Generalübernehmer alle damit verbundenen Leistungen.

PoP-Gebäude sind das Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone
Das Gebiet für die Anbindung der sogenannten weißen Flecken in Au umfasst eine rund 4 km lange Trasse im Tiefbau, in die zunächst Rohrverbände gelegt werden. Die Planungen für die Tiefbauarbeiten befinden sich durch LW in Erstellung und Prüfung. Nach Fertigstellung der Rohrleitungen erfolgt der Einzug der Glasfaserkabel. In den Kabeln stecken teils mehrere hundert einzelne Fasern aus Glas, die dünner als ein menschliches Haar sind. Hier laufen die Glasfaserkabel zusammen und die einzelnen Fasern werden für die Datenleitung ins weltweite Netz verbunden. Am Ende sind die Fasern vom Hausanschluss bis zum PoP als durchgängige Leitung vorhanden. Sie münden im PoP, wo die Umsetzung der Signale auf das Backbone und darüber zurück auf das Ortsnetz erfolgt. Als zentrale Verteilergebäude sind die PoP-Gebäude im Glasfasernetz das Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone.

Das Ortsnetz umfasst die Glasfaserleitungen vom PoP bis in die Gebäude. Als Verbindung zum weltweiten Netz ist das Backbone wortwörtlich Rückgrat im gesamten Glasfasernetz.

Der Bau im Ortsnetz wird mit Mitteln des Bundes aus dem Programm zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck und der Kofinanzierung des Landes unterstützt. Beim Aufbau des Backbones kommt Zuwendung aus dem früheren Landesförderprogramm zum Einsatz.

  

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