Fortschritte beim Ausbau weißer Flecken in Breisach: Rund 43 Kilometer Trasse sind bereits gebaut

Die Tiefbau- und Glasfaserarbeiten beim Ausbau weißer Flecken in Breisach gehen stetig voran.


Mit insgesamt mehr als 57.000 Metern zu erstellender Trasse ist der Ausbau der weißen Flecken in Breisach vergleichsweise umfangreich. Die örtlichen Gegebenheiten und besonderen Umstände machen den Tiefbau in Breisach zusätzlich herausfordernd. Doch die Arbeiten schreiten kontinuierlich voran.

Genehmigungen, die längere Zeit beanspruchen als geplant, notwendige Trassenumplanungen, Kampfmittelbeseitigung, besondere Straßen-Pflasterungen und bautechnische Anforderungen: die Hürden, die die im Auftrag des Zweckverbands Breitband planenden und bauausführenden Unternehmen beim Glasfaser-Ausbau der weißen Flecken in Breisach nehmen und bereits erfolgreich überwunden haben, sind vielfältig. An manchen Stellen geht die Arbeit deshalb nur langsam voran, aber der Fortschritt ist stetig.

77% der Tiefbauarbeiten sind fertiggestellt – in einigen Bauabschnitten wird im Winter weiter gebaut
Insgesamt sind bereits mehr als 43 Kilometer der in Breisach geplanten Trasse fertiggestellt, das entspricht rund 77% der Gesamtmaßnahme. Zusätzlich zu den bereits fertiggestellten Bauabschnitten (BA) BA1, BA2 und BA3 stehen die Bauabschnitte BA6 mit 98% und BA5 mit 89 kurz vor der Fertigstellung. In den anderen Bauabschnitten liegt die Fertigstellung zwischen 12% im BA10 und 78% im BA9. In beiden Bauabschnitten laufen die Arbeiten kontinuierlich – soweit es die Wetterverhältnisse erlauben, wird ganzjährig gebaut. In den Bauabschnitten BA4, BA5 und BA8 wird die Arbeit nach der Winterpause fortgesetzt.

Glasfaserarbeiten laufen in einigen Bereichen – 33% abgeschlossen
Von den im Ausbau in Breisach insgesamt geplanten Hausanschlüssen sind bisher rund 43 % tiefbautechnisch fertiggestellt, bei rund 33 % sind zudem bereits die darauffolgenden Glasfaserarbeiten abgeschlossen. Nach Netzfertigstellung, also der Herstellung der Backbone-Anbindung, Abschluss des Verteilerbereichs, Herstellung der durchgängigen Glasfaserverbindung vom jeweiligen Hausanschluss bis zum zentralen Verteiler erfolgt die vollständige Dokumentation aller verbundenen Fasern, Muffen und sonstigen für den Betreiber notwendigen Komponenten. Der Abschluss der vollständigen Dokumentation ist Voraussetzung für die darauffolgende Abnahme. Im Anschluss an die Abnahme kann das Netz an den Betreiber überlassen werden, der dann die Aktivierung der Hausanschlüsse vorbereitet.

Ende der Bauarbeiten bis 2027 geplant
Auf der Basis der bisher erzielten Fortschritte hat die Planung zur Fertigstellung des Netzes in Breisach weiter Bestand: Nach derzeitigem Stand der Angaben des ausführenden Unternehmens werden die Tiefbau- und Glasfaserarbeiten für das Netz in Breisach bis Ende 2026 laufen. Im Anschluss erfolgt die Dokumentation. Die Überlassung an den Betreiber und dessen Inbetriebnahme des Netzes in Breisach wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2027 erfolgen.
    

Hausanschluss wird nach der Fertigstellung des Netzes mit der Inbetriebnahme aktiviert

Grundsätzlich gilt für den Glasfaserausbau, dass baubedingt abschnittsweise gebaut wird und die Abschnitte im Projektverlauf sukzessive durchverbunden werden. Im Tiefbau erfolgt dafür zunächst die Verlegung von Leerrohren, die zu einem durchgängigen Leerrohrnetz durchverbunden werden. In das Leerrohrnetz erfolgt der Einzug der Glasfaserkabel. In einem Kabel befinden sich teils mehrere hundert einzelne Fasern aus Glas, die dünner als ein menschliches Haar sind. Vom Hausanschluss über den Verteilerbereich werden die Fasern durch Spleißen bis zum zentralen Verteiler verbunden. Im Glasfaserausbau kommen so viel tausend Glasfaserverbindungen zustande. Zentrale Verteiler im Netz sind die Point of Presence (PoP). Die PoP-Gebäude im Glasfasernetz sind das Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone. Hier laufen die Glasfaserkabel zusammen und die einzelnen Fasern werden für die Datenleitung ins weltweite Netz verbunden.

Am Ende sind die Fasern vom Hausanschluss bis zum PoP als durchgängige Leitung vorhanden. Sie münden im PoP, wo die Umsetzung der Signale auf das Backbone und darüber zurück auf das Ortsnetz erfolgt. Jeder Signalweg, jede Faser, jedes Kabel, jedes Röhrchen, jede Muffe, jeder Schacht, jeder Hausanschluss muss für den Betreiber dokumentiert sein, damit dieser „das Netz verstehen“ kann. Es muss also für den Betreiber aus einer Fülle an Informationen klar sein, wo ein Signal ankommt, wenn er es einspeist. Das wird über die Dokumentation aller Netzbestandteile erreicht. Zugleich zeigt die Dokumentation die Mangelfreiheit für das neu gebaute Netz auf. Der Betreiber übernimmt das Netz nur, wenn es mangelfrei ist. Erst dann kann und wird er das Netz mit den für den Ausbau im weißen Fleck geförderten Hausanschlüssen in Betrieb nehmen. Kein Hausanschluss, unabhängig davon, wann er baulich fertiggestellt wurde und in welchem Ortsteil er liegt, kann vor der Inbetriebnahme des Netzes aktiviert werden. Erst mit kompletter Herstellung des zusammenhängendes Netzes ergibt sich ein betriebsfertiges Netz.

   

Alle Informationen zur Gemeinde