Startschuss für die Tiefbauarbeiten zum Ausbau der weißen Flecken in Schallstadt ist gefallen

Die Tiefbauarbeiten für den Ausbau der weißen Flecken haben in Schallstadt. Das zentrale Verteilergebäude steht bereits, hier laufen später alle Glasfasern zusammen. (Foto: Leonhard Weiss GmbH)


Nachdem die Genehmigungsplanung absolviert war, konnten im Februar die Tiefbauarbeiten zum Ausbau der weißen Flecken in Schallstadt starten

Mit der Aufstellung eines sogenannten „Point of Presence“ (PoP) durch den mitplanenden Generalübernehmer Leonhard Weiss GmbH wurde nach dem symbolischen Spatenstich zum Glasfaserausbau der weißen Flecken in Schallstadt im vergangenen September ein sichtbarer Meilenstein erreicht. Zeitgleich wurde weiter an der Genehmigungsplanung für den Tiefbau gearbeitet. Bis die Tiefbauarbeiten zur Trassierung im Februar begonnen werden konnten, mussten zahlreiche Hürden überwunden werden.
 
Bahnquerungen stellen den Ausbau vor Herausforderung
Dass Genehmigungen längere Zeit beanspruchen, kann je nach Terrain durchaus vorkommen. Bei manchen Gewerken wird Planung jedoch besonders schwierig. Die Genehmigungsplanung für zwei Querungen einer Bahntrasse hat es in Schallstadt notwendig gemacht, den Tiefbaubeginn um einige Zeit zu verschieben. Die Bahntrasse soll mit Brückenabhängungen an den über die Gleise verlaufenden Brücken gequert werden. Solange die Genehmigung dazu noch ausstand, konnte die Tiefbauplanung für die insgesamt rund 18 Kilometer lange Trasse nicht abgeschlossen werden.
 
Tiefbauarbeiten sollen in Q3 2026 beendet sein
Der Zweckverband baut im Verbandsgebiet eine komplett neue Glasfaser-Infrastruktur initial auf; dazu gehört auch die Errichtung des Netzes für den vom Bund geförderten Ausbau in Schallstadt. Zwischen dem sichtbaren Ausbaustart und seinem Abschluss vergehen erfahrungsgemäß etwa zwei Jahre. Wird das Netz erstmalig errichtet, können auch längere Zeitspannen vergehen.
 
Nach der derzeitigen Planung des vom Zweckverband in Schallstadt für Planung und bauliche Umsetzung beauftragten mitplanenden Generalübernehmers Leonhard Weiss GmbH (LW) werden die Tiefbauarbeiten bis zum 3. Quartal des laufenden Jahres abgeschlossen sein. Im Anschluss an die auf den Tiefbau folgenden Glasfaserarbeiten erfolgt die vollständige Dokumentation aller verbundenen Fasern, Muffen und sonstigen für den Betreiber notwendigen Komponenten durch den Generalübernehmer. Der Abschluss der vollständigen Dokumentation ist Voraussetzung für die darauffolgende Abnahme. Im Anschluss an die Abnahme kann das Netz an den Betreiber Vodafone überlassen werden, der dann die Aktivierung der Hausanschlüsse vorbereitet.
    

Hausanschluss wird durch den Betreiber nach der Fertigstellung des Netzes im Zuge der Inbetriebnahme aktiviert

Grundsätzlich gilt für den Glasfaserausbau, dass baubedingt abschnittsweise gebaut wird und die Abschnitte im Projektverlauf sukzessive durchverbunden werden. Im Tiefbau erfolgt dafür zunächst die Verlegung von Leerrohren, die zu einem durchgängigen Leerrohrnetz durchverbunden werden. In das Leerrohrnetz erfolgt der Einzug der Glasfaserkabel. In einem Kabel befinden sich teils mehrere hundert einzelne Fasern aus Glas, die dünner als ein menschliches Haar sind. Vom Hausanschluss über den Verteilerbereich werden die Fasern durch Spleißen bis zum zentralen Verteiler verbunden. Im Glasfaserausbau kommen so viel tausend Glasfaserverbindungen zustande. Zentrale Verteiler im Netz sind die Point of Presence (PoP). Die PoP-Gebäude im Glasfasernetz sind das Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone. Hier laufen die Glasfaserkabel zusammen und die einzelnen Fasern werden für die Datenleitung ins weltweite Netz verbunden.

Am Ende sind die Fasern vom Hausanschluss bis zum PoP als durchgängige Leitung vorhanden. Sie münden im PoP, wo die Umsetzung der Signale auf das Backbone und darüber zurück auf das Ortsnetz erfolgt. Jeder Signalweg, jede Faser, jedes Kabel, jedes Röhrchen, jede Muffe, jeder Schacht, jeder Hausanschluss muss für den Betreiber dokumentiert sein, damit dieser „das Netz verstehen“ kann. Es muss also für den Betreiber aus einer Fülle an Informationen klar sein, wo ein Signal ankommt, wenn er es einspeist. Das wird über die Dokumentation aller Netzbestandteile erreicht. Zugleich zeigt die Dokumentation die Mangelfreiheit für das neu gebaute Netz auf. Der Betreiber übernimmt das Netz nur, wenn es mangelfrei ist. Erst dann kann und wird er das Netz mit den für den Ausbau im weißen Fleck geförderten Hausanschlüssen in Betrieb nehmen. Kein Hausanschluss, unabhängig davon, wann er baulich fertiggestellt wurde und in welchem Ortsteil er liegt, kann vor der Inbetriebnahme des Netzes aktiviert werden. Erst mit kompletter Herstellung des zusammenhängendes Netzes ergibt sich ein betriebsfertiges Netz.

  

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