Ausbau weißer Flecken in Oberried: Zentrales Verteilergebäude in Los I ist aufgestellt
In Oberried läuft die Ausschreibung der Bauleistungen in Los I. Mit dem Baubeginn rechnet das Planungsunternehmen bei reibungslosem Verlauf der Ausschreibung derzeit in Q2 2026. Derweil ist das im Los für das Netz notwendige zentrale Verteilergebäude bereits gestellt.
Im Los I in Oberried ist die Ausschreibung der Bauleistungen durch regioDATA GmbH erfolgt und läuft. Mit dem Baubeginn rechnet das Planungsunternehmen derzeit in Q2 2026. Das im Los notwendige zentrale Verteiler-Gebäude (Point of Presence, PoP) wurde im vergangenen Jahr separat ausgeschrieben. Jetzt ist die Aufstellung des PoP-Gebäudes im Los erfolgt. Über den PoP in Los I nimmt der Betreiber später auch den Betrieb für das Gewerbegebiet vor.
PoP-Stellung macht Schwertransport und Kran erforderlich
Für die Aufstellung und Installation des 4,5x3 Meter großen und 26 Tonnen schweren zentralen Verteilergebäudes vor Ort, galt es schon bei der Planung im Vorfeld einiges zu berücksichtigen. Bauartbedingt wird der PoP aus einem Stück geliefert, was einen Schwertransport erforderlich macht. Wegen der damit verbundenen hohen Anforderungen benötigt die Lieferung eine intensive Vorbereitung.
Die Wahl des Standorts ist von zahlreichen Kriterien abhängig und jeder Standort birgt individuelle Herausforderungen. Dazu gehört neben den Netz- und den bautechnischen Anforderungen unter anderem auch, dass der Standort für die Aufstellung zugänglich sein muss. Der Verteiler wurde mit einem Autokran vom LKW in die vorbereitete Stationsgrube neben der Klosterscheune versetzt.
Das Gebiet für die Anbindung der sogenannten weißen Flecken in Oberried umfasst insgesamt rund 60 km Trasse im Tiefbau, in die zunächst Rohrverbände gelegt werden, davon etwa 16 km in Los I. Nach Fertigstellung der Rohrleitungen erfolgt der Einzug der Glasfaserkabel. In den Kabeln stecken teils mehrere hundert einzelne Fasern aus Glas, die dünner als ein menschliches Haar sind. Als zentrale Verteilergebäude sind die PoP-Gebäude im Glasfasernetz das Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone. Hier laufen die Glasfaserkabel zusammen und die einzelnen Fasern werden für die Datenleitung ins weltweite Netz verbunden. Am Ende und nach Abschluss aller Arbeiten sind die Fasern vom Hausanschluss bis zum PoP als durchgängige Leitung vorhanden. Sie münden im PoP, wo die Umsetzung der Signale auf das Backbone und darüber zurück auf das Ortsnetz erfolgt.
Das Ortsnetz umfasst die Glasfaserleitungen vom PoP bis in die Gebäude. Als Verbindung zum weltweiten Netz ist das Backbone wortwörtlich Rückgrat im gesamten Glasfasernetz.
Der Bau im Ortsnetz wird mit Mitteln des Bundes aus dem Programm zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck und der Kofinanzierung des Landes unterstützt. Regelungen und Vorgaben für den Ausbau liegen bei Bund und Land als Zuwendungsgeber. Beim Aufbau des Backbones kommt Zuwendung aus dem früheren Landesförderprogramm zum Einsatz.
