Ausbau weißer Flecken mit Glasfaser: Die notwendigen zentralen Verteilergebäude in Buchenbach sind aufgestellt
Nach dem offiziellen Spatenstich im September laufen in Buchenbach die vorbereitenden Arbeiten für den Trassenbau weiter auf Hochtouren: Trassenplanung, Genehmigungsverfahren und Hausanschlussmanagement sind dabei weitgehend im Stillen vorangegangen. Mit der Aufstellung der für das in Buchenbach entstehende Netz nötigen drei zentralen Verteilergebäude sind jetzt sichtbare Meilensteine erreicht.
Die Arbeiten zum Glasfaser-Breitbandausbau der weißen Flecken in der Gemeinde Buchenbach gehen planmäßig voran. Während das Hausanschlussmanagement und die Detailplanung für den Trassenverlauf noch laufen, hat der beauftragte mitplanende Generalübernehmer Leonhard Weiss GmbH (LW) in den vergangenen zwei Wochen die für das Netz vor Ort benötigten Verteilerstationen in der Schulstraße, am Wagensteig Sportplatz und in der Ibentalstraße aufgestellt.
Für die Aufstellung und Installation der 5x3 Meter großen und 26 Tonnen schweren zentralen Verteilergebäuden vor Ort, die als „Point of Presence“ (PoP) bezeichnet werden, galt es schon bei der Planung im Vorfeld einiges zu berücksichtigen. Bauartbedingt wird der PoP aus einem Stück geliefert, was einen Schwertransport erforderlich macht. Wegen der damit verbundenen hohen Anforderungen benötigt die Lieferung eine intensive Vorbereitung.
Die Wahl des Standorts ist von zahlreichen Kriterien abhängig und jeder Standort birgt individuelle Herausforderungen. Dazu gehört neben den Netz- und den bautechnischen Anforderungen unter anderem auch, dass der Standort für die Aufstellung zugänglich sein muss. Die Verteiler werden mit einem Autokran vom LKW in die vorbereiteten Stationsgruben versetzt.
Für die POP-Aufstellung in der Schulstraße wurden die Stromleitungen von der Badenova kurzzeitig abgehängt, sodass sich der Kran frei über dem POP-Standort bewegen konnte. Um den PoP am Sportplatz aufzustellen, hat LW eine spezielle Baustraße hergestellt, um dem Autokran die Zufahrt über den Sportplatz zu ermöglichen. Das Verteiler-Gebäude in der Ibentalstraße wurde mit einer verstärkten Rückwand geliefert, um die Hanglage abzufangen.
Das Gebiet für die Anbindung der sogenannten weißen Flecken in Buchenbach umfasst insgesamt rund 54 km Trasse im Tiefbau, in die zunächst Rohrverbände gelegt werden. Nach Fertigstellung der Rohrleitungen erfolgt der Einzug der Glasfaserkabel. In den Kabeln stecken teils mehrere hundert einzelne Fasern aus Glas, die dünner als ein menschliches Haar sind. Als zentrale Verteilergebäude sind die PoP-Gebäude im Glasfasernetz das Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone. Hier laufen die Glasfaserkabel zusammen und die einzelnen Fasern werden für die Datenleitung ins weltweite Netz verbunden. Am Ende und nach Abschluss aller Arbeiten sind die Fasern vom Hausanschluss bis zum PoP als durchgängige Leitung vorhanden. Sie münden im PoP, wo die Umsetzung der Signale auf das Backbone und darüber zurück auf das Ortsnetz erfolgt. Das Ortsnetz umfasst die Glasfaserleitungen vom PoP bis in die Gebäude. Als Verbindung zum weltweiten Netz ist das Backbone wortwörtlich Rückgrat im gesamten Glasfasernetz.
Der Bau im Ortsnetz wird mit Mitteln des Bundes aus dem Programm zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck und der Kofinanzierung des Landes unterstützt. Regelungen und Vorgaben für den Ausbau liegen bei Bund und Land als Zuwendungsgeber. Beim Aufbau des Backbones kommt Zuwendung aus dem früheren Landesförderprogramm zum Einsatz.

