Ausbau weißer Flecken in Löffingen: Trasse in Göschweiler zu mehr als 75 Prozent fertiggestellt
Der Glasfaserausbau der weißen Flecken in Löffingen durch den Zweckverband Breitband Breisgau-Hochschwarzwald hat nach dem Spatenstich im Februar 2025 und den anschließenden Planungen zu Mitverlegungen kontinuierlich Fahrt aufgenommen. In Göschweiler sind die Tiefbauarbeiten bereits weit fortgeschritten, in Bachheim steht der Tiefbaustart bevor. Zudem wurden in beiden Ortsteilen bereits die zentralen Verteilergebäude installiert.
Der Ausbau der weißen Flecken wird über das Bundesförderprogramm zum Infrastrukturaufbau im weißen Fleck sowie die VWV-Mitfinanzierung des Landes Baden-Württemberg gefördert. Er unterliegt dadurch vollständig den Vorgaben der Zuwendungsgeber.
Mit der Aufstellung der beiden für das Glasfasernetz in Löffingen benötigten zentralen Verteilergebäude, sogenannte „Point of Presence“ (PoP) zu Beginn des Jahres sind beim Ausbau in Löffingen wichtige sichtbare Meilensteine erreicht. Zugleich sind jedoch auch die Tiefbauarbeiten bereits weit fortgeschritten.
75 Prozent der Trasse und 90 Prozent der Hausanschlüsse in Göschweiler sind tiefbautechnisch fertiggestellt – Vorbereitungen für Tiefbau in Bachheim laufen
In Göschweiler ist der Tiefbau im Bauabschnitt BA1 (Funkenplatz) abgeschlossen, in BA2 wird aktuell im Bereich der Schattenmühlenstraße und die Trasse zur Schattenmühle gebaut. Insgesamt sind bisher 6750 Meter oder rund 75 Prozent der rund 9 Kilometer langen geplanten Trasse fertiggestellt. Auch mehr als 90 Prozent der geplanten Hausanschlüsse sind bereits bautechnisch hergestellt. Zudem beginnen in Göschweiler in Kürze die Glasfaserarbeiten.
In Bachheim sind rund 8 Kilometer Trasse geplant. Die Tiefbauarbeiten in diesem Ortsteil sind in Vorbereitung und werden in absehbarer Zeit starten.
Naturschutzbelange müssen berücksichtigt werden
Bei den Tiefbauarbeiten im Bereich der Wutachschlucht und zur Herstellung abgelegener Hausanschlüsse, die oft in Naturschutzgebieten liegen, muss verstärkt auf die Belange des Naturschutzes Rücksicht genommen werden. Das macht intensive Absprachen mit der ökologischen Baubegleitung und den Naturschutzbehörden nötig. Herkömmlicher Tiefbau mit offener Bauweise ist die beim Ausbau in Löffingen am häufigsten verwendete Methode. Wo immer möglich, werden jedoch schonendere Methoden und Sondermaschinentechnik eingesetzt, dazu gehören Fräsen und grabenlose Verfahren wie Spülbohrungen und Pressungen.
PoP-Gebäude sind das Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone
Die beiden in Göschweiler und Bachheim installierten PoP-Gebäude wurden mit einem Schwertransport-LKW geliefert und mit einem Kran aufgestellt. Die Aufstellung wurde von einem Team des für Planung und Bau der weißen Flecken im Auftrag des Zweckverbands verantwortlichen mitplanenden Generalübernehmers Netze BW koordiniert.
Für die Anbindung der sogenannten weißen Flecken in Löffingen wird zunächst die Trasse gebaut. Dabei erfolgt die Verlegung von Rohrverbänden, die mit Baufortschritt zu einem Netz durchverbunden werden. Nach Fertigstellung der Rohrleitungen erfolgt der Einzug der Glasfaserkabel. In den Kabeln stecken teils mehrere hundert Fasern aus Glas. Jede einzelne Faser ist dünner als ein menschliches Haar. Über sie werden zum Signaltransport Lichtwellen übertragen. Um das leisten zu können, werden die einzelnen Fasern für die Datenleitung ins weltweite Netz verbunden. Am Ende sind die Fasern vom Hausanschluss bis zum PoP als durchgängige Leitung vorhanden. Sie münden im PoP, wo die Umsetzung der Signale auf das Backbone und darüber zurück auf das Ortsnetz erfolgt. Als zentrale Verteilergebäude sind die PoP-Gebäude im Glasfasernetz das Verbindungselement zwischen Ortsnetz und Backbone.
